ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2009Neurologie: Hervorragende Hilfestellung

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Neurologie: Hervorragende Hilfestellung

Dtsch Arztebl 2009; 106(5): A-188 / B-161 / C-157

Hausotter, Wolfgang

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Peter P. Urban (Hrsg.): Erkrankungen des Hirnstamms. Klinik – Diagnostik – Therapie. Schattauer, Stuttgart, New York 2008, 352 Seiten, 149 Euro
Peter P. Urban (Hrsg.): Erkrankungen des Hirnstamms. Klinik – Diagnostik – Therapie. Schattauer, Stuttgart, New York 2008, 352 Seiten, 149 Euro
Hirnstammerkrankungen bereiten manchmal auch erfahrenen Neurologen Kopfzerbrechen, gehört der Hirnstamm doch zu den kompliziertesten Gehirnstrukturen mit auf engstem Raum gedrängten komplexen Bahnverbindungen, Hirnnervenkernen und koordinierenden Neuronenverbänden bei nicht selten vieldeutigem klinischen Bild.

Das Buch von Urban und Mitautoren bietet hier eine hervorragende Hilfestellung. Es besticht allein durch seine klare Gliederung, seine ausgezeichnete Lesbarkeit, seine einprägsamen Zeichnungen und gelungenen Abbildungen und nicht zuletzt durch seine ansprechende äußere Gestaltung. Der Leser erhält eine verständliche Einführung in die schwierige Neuroanatomie, wird mit den modernen apparativen diagnostischen Methoden vertraut gemacht und findet eine umfassende Darstellung der einzelnen Krankheitsbilder, wobei häufige Syndrome wie Augenbewegungsstörungen, Tinnitus, Sprechstörungen, Bewusstseinsstörungen, um nur einzelne Aspekte herauszugreifen, abgehandelt werden – was sich für die praktische Anwendung als sehr positiv erweist. Auch zu öfters auftretenden, aber sonst doch meist nur marginal beschriebenen Phänomenen, wie den „drop attacks“, wird Stellung genommen. Sämtliche klinisch bedeutsamen Erkrankungen des Hirnstamms, von vaskulären, entzündlichen, tumorösen bis zu degenerativen Prozessen werden prägnant und übersichtlich dargestellt. Stets steht der Bezug zum klinischen Alltag im Vordergrund, sodass ein rasches Nachschlagen bei aktuellen Fragen in Diagnostik und Therapie möglich ist.

Es ist ein in jeder Hinsicht exzellentes Buch entstanden, das obligat in die Bibliothek eines jeden Neurologen gehört, aber auch der Internist, der Schlaganfälle zu versorgen hat, wird davon profitieren.
Wolfgang Hausotter
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