ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2009Tom Daschle: Obamas Ge­sund­heits­mi­nis­ter

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Tom Daschle: Obamas Ge­sund­heits­mi­nis­ter

Hibbeler, Birgit

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Tom Daschle Foto: dpa
Tom Daschle Foto: dpa
Er ist ein politisches Schwergewicht mit viel Erfahrung: Mit Tom Daschle (61) hat sich der neue US-Präsident Barack Obama einen Ge­sund­heits­mi­nis­ter ins Kabinett geholt, der in Washington gute Kontakte hat und außerdem ein hohes Ansehen genießt. Die Berufung des einstigen Mehrheitsführers der Demokraten im Senat gilt als ein klares Indiz dafür, dass es dem neuen Präsidenten ernst ist mit dem grundlegenden Umbau des US-amerikanischen Gesundheitswesens.

Daschle war einer der ersten Unterstützer für Obama auf seinem Weg ins Weiße Haus. Als Ge­sund­heits­mi­nis­ter wird er nun für eine der wichtigsten innenpolitischen Reformen verantwortlich sein, die auf der Agenda der neuen Regierung stehen: Rund 46 Millionen US-Amerikaner sind nicht krankenversichert – ein Sechstel der Bevölkerung. Eine „bezahlbare, zugängliche Kran­ken­ver­siche­rung für jedermann“ war im Wahlkampf immer wieder eine Forderung Obamas – eine Mammutaufgabe. Doch dem erfahrenen Parlamentarier Daschle traut man zu, schwierige Projekte umsetzen zu können. Über die dringend notwendigen Veränderungen im Gesundheitswesen hat er kürzlich ein Buch veröffentlicht.

Daschle wurde in Aberdeen, South Dakota, geboren. Seine Großeltern väterlicherseits waren Russlanddeutsche, die in die USA einwanderten. Der Politikwissenschaftler ist der erste Hochschulabsolvent seiner Familie. Acht Jahre lang saß er im Repräsentantenhaus, 1986 wurde er in den Senat gewählt und vertrat dort den Bundesstaat South Dakota. Von 2001 bis 2003 war er Mehrheitsführer in dem Gremium. Birgit Hibbeler
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