ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2009Cholera in Simbabwe: Schon mehr als 60.000 Infizierte

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Cholera in Simbabwe: Schon mehr als 60.000 Infizierte

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Schlange stehen für Medikamente: Nicht alle bekommen die notwendige Behandlung. Foto: dpa
Schlange stehen für Medikamente: Nicht alle bekommen die notwendige Behandlung. Foto: dpa
Bei der Cholera-Epidemie in Simbabwe sind die schlimmsten Befürchtungen der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) eingetreten. Mittlerweile seien mehr als 60 000 Menschen in dem südostafrikanischen Land an der Seuche erkrankt, teilte die WHO in Genf mit.

Bislang hatte diese Zahl als Worst-Case-Szenario gegolten. Bereits 3 161 Menschen in Simbabwe starben an der Infektionskrankheit. „Die Cholera ist außer Kontrolle, und das wird sich in naher Zukunft nicht ändern“, sagte eine WHO-Sprecherin.

Eine Woche zuvor hatte die WHO mitgeteilt, die Zahl der seit August vergangenen Jahres an Cholera erkrankten Menschen sei auf mehr als 50 000, die der Todesopfer auf fast 2.800 gestiegen. Auch in Simbabwes Nachbarländern breitet sich die Seuche aus. Von dort wurden bisher mehr als 2 600 Erkrankungen und etwa 30 Todesfälle gemeldet.

Die Durchfallerkrankung Cholera wird unter anderem durch verunreinigtes Trinkwasser übertragen und kann unbehandelt schnell zum Tod führen. Eine Impfung gegen die Krankheit ist möglich. Im abgewirtschafteten Simbabwe tragen die mangelhafte ärztliche Versorgung der Bevölkerung und das schlechte Abwassersystem zur Ausbreitung der Seuche bei. afp
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