ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2009Caritas-Jahresthema 2009: Hilfe für Menschen am Rande der Gesellschaft

AKTUELL

Caritas-Jahresthema 2009: Hilfe für Menschen am Rande der Gesellschaft

Dtsch Arztebl 2009; 106(6): A-220 / B-188 / C-180

Schuster, Christina

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Menschen in Krisen nicht allein lassen: Die Caritas bietet zielgerichtete Unterstützung für Arme und Obdachlose an. Foto: ddp
Menschen in Krisen nicht allein lassen: Die Caritas bietet zielgerichtete Unterstützung für Arme und Obdachlose an. Foto: ddp
Menschen, die in Armut leben, brauchen Hilfe bei der Wahrung ihrer Menschen- und Bürgerrechte. Unter dem Titel „Soziale Manieren für eine bessere Gesellschaft“ hat deshalb die Caritas die Probleme von Menschen am Rande der Gesellschaft zu ihrem Jahresthema 2009 erklärt. Das gab die Organisation Ende Januar in Köln bekannt. „Jeder muss darauf bauen können, in Lebenskrisen Unterstützung und Solidarität anderer zu finden“, erklärte der Diözesan-Caritasdirektor, Dr. med. Frank Hensel.

Mit ihrer Kampagne will die Caritas auf Menschen in schwierigen Verhältnissen aufmerksam machen und sie mit gesellschaftlicher und politischer Anwaltschaft unterstützen. „Wir wollen uns dafür stark machen, dass alle Menschen in schwierigen Lebenslagen die Hilfe finden können, die sie für ein selbstbestimmtes Leben und für die Teilhabe an der Gemeinschaft brauchen“, so Hensel. Ohne Hilfe seien die Betroffenen chancenlos mit ihren persönlichen und sozialen Schwierigkeiten, wie zum Beispiel Obdachlosigkeit oder Arbeitslosigkeit. Hier setze die differenzierte und zielgerichtete Hilfe der Caritas an. In Abstimmung mit Kommunen und Landschaftsverbänden bietet sie Beratung, Therapie und berufliche Wiedereingliederung an.

„Viele Menschen wissen kaum, wie sie den alltäglichen Grundbedarf des Lebens sichern sollen“, betonte Hensel. Dies bestätigten auch ehemals betroffene Männer, die selbst schon am Rande der Gesellschaft gelebt haben und von der Hilfe der Organisation profitierten. Ihre Geschichten spiegeln die von Caritas genannten Probleme wider. „Man ist schneller unten, als man oben ist“, sagte ein Betroffener. Die Unterstützung der Caritas und dem Katholischen Verband für soziale Dienste habe ihm sehr geholfen. cs
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema