ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2009Neue Bundesländer: Großer Unmut über Sozialreformen

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Neue Bundesländer: Großer Unmut über Sozialreformen

Dtsch Arztebl 2009; 106(6): A-222

Merten, Martina

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LNSLNS 20 Jahre nach dem Fall der Mauer sieht sich eine Mehrheit der Ostdeutschen als Verlierer der Sozialreformpolitik. Nur vier Prozent bewerten die Ergebnisse der bisher durchgeführten Reformen positiv. Das geht aus dem Sozialreport 2008 hervor, den das Sozialwissenschaftliche Forschungszentrum Berlin-Brandenburg im Auftrag des Wohlfahrtsverbands Volkssolidarität erarbeitet hat.

Die repräsentative Befragung von rund 3 000 Bürgern aus den neuen Ländern zeigt, dass der Erhalt der sozialen Sicherungssysteme als wichtig angesehen wird. Die Befragten sprachen sich nicht für mehr Sozialleistungen, sondern für einen gleichen Zugang zur Gesundheitsversorgung aus. Die Privatisierung innerhalb der sozialen Sicherungssysteme müsse gestoppt werden, fasste Dr. Bernd Niederland, Bundesgeschäftsführer der Volkssolidarität, den Sozialreport zusammen. 73 Prozent der Befragten befürchten, wegen sinkender Realeinkommen sozial abzusteigen; 82 Prozent machen sich Sorgen um ihre finanzielle Absicherung im Alter. Nur 22 Prozent gaben an, sich als „richtige Bundesbürger“ zu verstehen. Elf Prozent möchten die DDR wiederhaben. MM
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