ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2009Buchrezension: Deutungsversuche

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Buchrezension: Deutungsversuche

Jachertz, Norbert

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Konrad Görg: Wir sind, was wir erinnern. Zwei Generationen nach Auschwitz. Stimmen gegen das Vergessen. Hartung-Gorre, Konstanz 2008, 98 Seiten, kartoniert, 9,95 Euro
Konrad Görg: Wir sind, was wir erinnern. Zwei Generationen nach Auschwitz. Stimmen gegen das Vergessen. Hartung-Gorre, Konstanz 2008, 98 Seiten, kartoniert, 9,95 Euro
Über viele Jahre hinweg hat Konrad Görg Zitate gesammelt, die die Ausgrenzung und Ermordung der europäischen Juden betreffen. Er suchte als „Nachgeborener der Tätergeneration, der sich nicht wissenschaftlich mit dem Holocaust beschäftigt hat“, nach Erklärungen. Die zunächst private Sammlung kurzer Stücke aus der wissenschaftlichen und schönen Literatur, von Gedichten und Aussprüchen bekannter und unbekannter Leute hat er nun zu einer Art Anthologie zusammengestellt. Die Opfer kommen zu Wort, nach Erklärungen suchend, anklagend, manchmal versöhnend, aber auch die Täter und ideologischen Wegbereiter werden mit charakteristischen Aussagen zitiert, „um das Ausmaß des Bösen zu vergegenwärtigen“.

Erstaunlich, wie ein solch schmaler Band die Augen zu öffnen vermag. Wer sich gründlicher informieren will, kann sich des umfangreichen Literaturverzeichnisses bedienen. Der Autor ist Internist und am Universitätsklinikum Marburg tätig. Norbert Jachertz

Konrad Görg: Wir sind, was wir erinnern. Zwei Generationen nach Auschwitz. Stimmen gegen das Vergessen. Hartung-Gorre, Konstanz 2008, 98 Seiten, kartoniert, 9,95 Euro
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