ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2009Das Jahr 2008: Kalkulierbarer Bankrott
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Die Umsetzung der Honorarreform in Regelleistungsvolumina beziehungsweise die sogenannten Honorarsteigerungen für Vertragsärzte sind mit Verwerfungen verbunden, die drohen, Existenzen zu vernichten. Eine Entlassungswelle rollt in Bayern an. Es ist ein Hohn, wenn wie in Ihrem Artikel zitiert, uns die „Vorzüge“ einer kalkulierbaren Vergütung angepriesen wurden und werden, diese Töne hören wir ja aus der KBV schon lange. Ja: Wir können jetzt den Bankrott kalkulieren. Noch im September hat der bayerische Ministerpräsident an alle bayerischen Vertragsärzte ein Beruhigungsschreiben versandt. Die KV-Bayern hat unserer fachinternistischen Siebenerpraxis mit Datum vom 15. 12. 2008 ein Regelleistungsvolumen fürs kommende Quartal zugewiesen, das bei ca. 40 Prozent des bisherigen Honorars liegt (kein Druckfehler, kein Rechenfehler). Das bisherige Honorar unserer Praxis war für die Schwerpunkt-fachgruppen nicht überdurchschnittlich. Dies zwingt uns selbstredend, sämtliche beruflichen und privaten Zukunftsperspektiven infrage zu stellen. Es ist demütigend, dass wir nun versuchen müssen, den Rechtsweg zu bestreiten . . .
Dr. Veit Göller, Internistische Berufsausübungsgemeinschaft, Donaustraße 78, 87700 Memmingen
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