ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2009Medizin: Online-Dolmetscher

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Medizin: Online-Dolmetscher

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Aufgrund von Sprachbarrieren ist häufig nicht nur die medizinische Versorgung von Patienten mit Migrationshintergrund und mangelhaften Sprachkenntnissen schwierig, sondern ebenso die Versorgung von Touristen. So sind Ärzte zuweilen bereits unsicher, wenn es um die Beschreibung von Schmerzqualitäten im Englischen (throbbing, burning, stabbing?) geht, und noch ratloser, wenn Patienten nur Spanisch oder gar Japanisch sprechen. Das unter Mitwirkung von Ärzten entwickelte medizinische Sprachführersystem „Medilang“ unterstützt Ärzte, wenn sie die Sprache ihrer Patienten nicht verstehen. Wichtige Informationen, beispielsweise über Allergien, die Krankenvorgeschichte und akute Krankheitssymptome, gehen so nicht aufgrund von Sprachbarrieren verloren.

Das Interviewsystem vermittelt derzeit in 30 Sprachen und deckt die wichtigsten Aspekte der Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten ab. Sämtliche Sprachen lassen sich untereinander frei kombinieren. Das Programm bietet rund 600 Frage-/Antwortmuster, die sich für einen praxisnahen Gebrauch in der ärztlichen Praxis ausdrucken lassen – vom Konsultationsanlass, über Anamnesen bis hin zur Abrechnung. Es ist in einer kostenfreien Testversion mit vier untereinander frei kombinierbaren Sprachen verfügbar unter www.medilang.info. EB
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