ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2009Maik Herberhold: Chancen trotz Krise nutzen

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Maik Herberhold: Chancen trotz Krise nutzen

Gieseke, Sunna

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Maik Herberhold Foto: privat
Maik Herberhold Foto: privat
Dr. med. Maik Herberhold (45) hat zum 1. Januar 2009 den Vorsitz des Berufsverbandes für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BKJPP) übernommen. Damit tritt der Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie die Nachfolge der bisherigen Vorsitzenden Dr. med. Christa Schaff (59) an. Diese hatte sich nach neunjähriger Amtszeit nicht mehr zur Wahl gestellt.

Herberhold hat sich für seine Zeit als Vorsitzender viel vorgenommen – schließlich übernimmt er die Aufgabe in einer für die Kinder- und Jugendpsychiatrie schweren Phase: „Die Sozialpsychiatrieversorgung wurde in vielen Regionen gekündigt – und die Zukunft der psychiatrischen Versorgung von mindestens 200 000 Kindern und Jugendlichen ist ungewiss.“ Derzeit sei – nach intensiven Verhandlungen – eine Übergangsregelung bis zum 31. März vereinbart. Herberholds Ziel ist allerdings eine bundesweit gültige Sozialpsychiatrievereinbarung, die allen Kindern und Jugendlichen ohne einen Blick auf die Krankenkasse eine psychiatrische Behandlung ermöglicht. Außerdem will er sich – zusammen mit den anderen psychiatrischen Fachverbänden – dafür einsetzen, dass die psychiatrischen Gesprächsleistungen aus den Regelleistungsvolumina herausgenommen werden.

„Ich sehe neben diesen Krisen aber auch die Chance einer inhaltlichen Schärfung unserer besondern Fachlichkeit“, so Herberhold. „Vielleicht können wir gerade jetzt deutlich machen, wie wichtig die Aufgabe der Kinder- und Jugendpsychiatrie für die Zukunftsträger unserer Gesellschaft ist.“ Sunna Gieseke
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