ArchivDeutsches Ärzteblatt PP2/2009Beihilfe zum Suizid: Differierende Meinungen im Deutschen Ethikrat

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Beihilfe zum Suizid: Differierende Meinungen im Deutschen Ethikrat

Richter-Kuhlmann, Eva

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LNSLNS Sehr kontrovers diskutierte der Deutsche Ethikrat auf seiner Plenarsitzung am 22. Januar die Frage der Beihilfe zum Suizid. Einige Ratsmitglieder sprachen sich dafür aus, die Suizidbeihilfe nicht nur zu enttabuisieren, sondern in die Hände von Ärztinnen und Ärzten zu legen. Andere Mitglieder plädierten hingegen dafür, künftig die Beihilfe zum Suizid unter Strafe zu stellen.

Derzeit ist die Beihilfe zum Suizid in Deutschland nicht strafbar, wohingegen die Tötung auf Verlangen strafbewehrt ist. Allerdings seien die Grenzen zwischen den verschiedenen Formen oft fließend und schwer zu bestimmen, so der Deutsche Ethikrat. Die Tötung auf Verlangen ist nach seiner Ansicht jedoch nach wie vor abzulehnen.

Aufgrund des anhaltenden öffentlichen Interesses sowie der Bundesratsinitiative zum Verbot der organisierten Sterbehilfe will sich der Ethikrat mittelfristig erneut mit dem Thema Selbsttötung befassen. 2006 hatte das Vorgängergremium, der Nationale Ethikrat, bereits eine Stellungnahme zum Thema Selbstbestimmung und Fürsorge am Lebensende veröffentlicht. ER
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