ArchivDeutsches Ärzteblatt PP2/2009Demenz: „Leuchtturmprojekt“ soll den Weg weisen

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Demenz: „Leuchtturmprojekt“ soll den Weg weisen

Richter-Kuhlmann, Eva

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Will die Versorgung Demenzkranker verbessern: Ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt bei der Vorstellung der Projekte in Berlin Foto: dpa
Will die Versorgung Demenzkranker verbessern: Ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt bei der Vorstellung der Projekte in Berlin Foto: dpa
Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt (SPD) will die Versorgung von demenziell erkrankten Menschen weiter verbessern. „Besonders in der hausärztlichen Versorgung gibt es ein Defizit“, sagte sie anlässlich der Präsentation des „Leuchtturmprojekts Demenz“ in Berlin. 29 Projekte, in denen unter anderem neue Therapie- und Pflegemaßnahmen auf ihre Wirksamkeit im Alltag untersucht werden, wurden in der Hauptstadt der Öffentlichkeit vorgestellt.

Ziel des „Leuchtturmprojekts Demenz“ ist es, die besten vorhandenen Versorgungsangebote zu identifizieren und weiterzuentwickeln. Im Vorjahr förderte das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium das Vorhaben mit 4,5 Millionen Euro. In diesem Jahr sollen acht Millionen Euro dafür zur Verfügung stehen. Nach Auslaufen der Förderung müssten die Ansätze der Modellprojekte zu Inhalten künftiger Versorgungsverträge zwischen Hausärzten, Kliniken und Krankenkassen weiter verfolgt werden, forderte Schmidt. Auch der Deutsche Bundestag werde über die Ergebnisse der Projekte beraten und Konsequenzen ziehen. Langfristiges Ziel des „Leuchtturmprojekts Demenz“ sei eine flächendeckende Versorgung von Demenzkranken.

In Deutschland sind derzeit etwa 1,1 Millionen Menschen an Demenz erkrankt. Schätzungen gehen davon aus, dass sich bis zum Jahr 2030 die Zahl der Betroffenen auf 1,7 Millionen erhöht. ER
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