ArchivDeutsches Ärzteblatt PP2/2009Psychotherapie: Zustimmung
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LNSLNS Mehr Psychotherapie für Depressionskranke – da kann ich nur zustimmen. Aber: Wie will die Kassenpsychotherapie das leisten? Die Wartezeiten für ein Vorgespräch beim PP liegen zwischen drei und sechs Monaten, die Therapie beginnt manchmal erst nach einem Jahr! . . . Bis eine ambulante Psychotherapie begonnen werden kann, ist doch eine „normale“ depressive Episode schon längst wieder abgeklungen! Tausende von Ärzten haben in einer teuren Zusatzweiterbildung die Qualifikation „Psychotherapie“ berufsbegleitend erworben, dürfen dies als „fachgebundene Psychotherapeuten“ jedoch nur neben ihrer haus- oder fachärztlichen Praxistätigkeit ausüben, können also niemals das für den PP-Punktwert von 5,1 Cent notwendige 90-Prozent-Quorum erreichen . . ., und für 60 Prozent des PP-Honorars ist Psychotherapie in der Praxis wirtschaftlich nur unter radikaler Ausbeutung des Arztes darstellbar . . .
Ulrich Hammerla, Schlägelstraße 31 a,
46045 Oberhausen
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