ArchivDeutsches Ärzteblatt PP2/2009Bauchschmerzen: Individuelle Auslöser identifizieren

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Bauchschmerzen: Individuelle Auslöser identifizieren

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LNSLNS Bauchschmerzen sind bei Kindern weitverbreitet. Psychologinnen der Universität Potsdam haben untersucht, ob psychologische Interventionen die Symptomatik positiv beeinflussen können. Sie entwickelten ein kognitiv-behaviorales Schmerzbewältigungstraining namens „Stopp den Schmerz“ und testeten es an elf Kindern im Alter von sechs bis elf Jahren. Das Training umfasste sechs Gruppentreffen von je 90 Minuten. Es hatte zum Ziel, Wissen und Bewältigungsstrategien zu vermitteln, negative Gedanken zu verändern und positives Erleben zu fördern. Die Kinder lernten, individuelle Auslöser von Bauchschmerzen zu identifizieren, zum Beispiel Nahrungsmittel oder Stress in der Schule und Freizeit. Sie wurden angeleitet, ihre Gedanken zu beobachten und ein Bauchschmerztagebuch zu führen. Um die Schmerzspirale zu durchbrechen, praktizierten sie Atemübungen und schmerzinkompatibles Verhalten. Die Trainingsinhalte und Arbeitsmaterialien waren besonders kindgerecht gestaltet (zum Beispiel Comicfiguren, Videosequenzen, Spiele). Als Hauptfigur führte ein Pinguin durch das Training. Aufgrund der kleinen Stichprobe lassen sich die Ergebnisse noch nicht verallgemeinern. Die erste Erprobung des Trainings lässt jedoch darauf schließen, dass es sich eignet, um Angst, negative Kognitionen und Schmerzhäufigkeit bei Kindern mit Bauchschmerzen deutlich zu reduzieren. ms

Warschburger P, Groß M: „Stopp den Schmerz“ – ein kognitiv-behaviorales Behandlungsprogramm für Kinder mit Bauchschmerzen. Verhaltenstherapie 2008; 18(3): 162–7.
Prof. Dr. Petra Warschburger, Universität Potsdam, Lehrstuhl für Beratungspsychologie, Karl-Liebknecht-Straße 24–25, 14476 Potsdam,
E-Mail: warschb@rz.uni-potsdam.de
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