ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2009Kassenärztliche Vereinigungen: Laumann möchte KVen Nordrhein und Westfalen-Lippe fusionieren

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Kassenärztliche Vereinigungen: Laumann möchte KVen Nordrhein und Westfalen-Lippe fusionieren

Stüwe, Heinz

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„Einigkeit macht stark“, meint NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Foto: Vario Images
„Einigkeit macht stark“, meint NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Foto: Vario Images
Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat sich für einen Zusammenschluss der beiden Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) des Landes ausgesprochen. „An einer Kassenärztlichen Vereinigung, die ein Viertel der niedergelassenen Ärzte in Deutschland verträte, würde man in Berlin nicht vorbeikommen“, sagte der CDU-Politiker auf der Festveranstaltung zum fünfzigjährigen Bestehen der Nordrheinischen Ärzteversorgung in Düsseldorf.

Laumann sieht die Kassenärzte in Nordrhein-Westfalen bei der Reform der ambulanten Vergütung benachteiligt. Schon im September 2008 hatte er kritisiert, dass die bayerischen Kassenärzte eine stärkere Honorarerhöhung als die nordrheinischen bekommen sollten, obwohl sie im Durchschnitt 33 000 Euro mehr verdienten.

Laumann hält das in Zeiten eines bundeseinheitlichen Krankenkassenbeitragssatzes für nicht zu rechtfertigen. „Dass die 2,7 Milliarden Euro Honorarzuwachs so ungleich verteilt worden sind, können wir nicht Ulla Schmidt anlasten“, sagte er jetzt. Dies sei Sache der Selbstverwaltung. „Wir müssen die nordrhein-westfälischen Interessen stärker vertreten.“ Es gelte, den Grundsatz „Einigkeit macht stark“ zu beherzigen. Bei 16 Bundesländern müsse es auch 16 Kassenärztliche Vereinigungen geben und nicht 17 wie heute.

Die Frage, ob er eine Fusion der beiden KVen per Gesetz vorbereite, ließ der Minister gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt offen: „Zumindest müssen sie zusammenrücken“, sagte Laumann. Stü
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