ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2009Werner Hacke: Autor der „Wichtigsten Publikation 2008“

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Werner Hacke: Autor der „Wichtigsten Publikation 2008“

Hibbeler, Birgit

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Werner Hacke Foto: Universitätsklinikum Heidelberg
Werner Hacke Foto: Universitätsklinikum Heidelberg
Die Fachzeitschrift „The Lancet“ hat die europäische Schlaganfallstudie zur weltweit wichtigsten medizinischen Publikation des vergangenen Jahres erklärt. Es handelt sich um die ECASS 3 (European Cooperative Acute Stroke Study), die unter Federführung von Prof. Dr. med. Werner Hacke (60), Direktor der Neurologischen Universitätsklinik in Heidelberg, entstand und im „New England Journal of Medicine“ erschienen ist (2008; 359: 1303–09).

In der Untersuchung konnten die Wissenschaftler um Hacke zeigen, dass eine Thrombolyse mit Alteplase auch noch bis zu viereinhalb Stunden nach Auftreten der ersten Symptome bei einem ischämischem Insult wirksam und sicher ist. Bislang galt dies nur für ein Zeitfenster von drei Stunden. „Von diesem Studienergebnis könnten allein in Deutschland mehrere Tausend Patienten jährlich profitieren“, berichtet Hacke.

Mitte Dezember hatte „Lancet“ sechs Publikationen im Internet zur Wahl gestellt. Mehr als 20 000 Mediziner und andere Leser stimmten daraufhin ab. Die Schlaganfallstudie ging als klarer Sieger hervor und wurde „Paper of the Year 2008“.

Die Schlaganfallforschung und die neurologische Intensivmedizin sind Hackes Spezialgebiete. Der Präsident der Europäischen Schlaganfallgesellschaft kann mehr als 300 Originalveröffentlichung in begutachteten internationalen Fachzeitschriften vorweisen. Von 1980 bis 1986 arbeitete er als Oberarzt an der Neurologischen Universitätsklinik in Aachen. Danach war er ein Jahr lang Visiting Professor in La Jolla/San Diego in den USA – bevor er schließlich dem Ruf nach Heidelberg folgte. Birgit Hibbeler
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