ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2009Ulrike Arnold: Berlin für die Welt

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Ulrike Arnold: Berlin für die Welt

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Ulrike Arnold Foto: privat
Ulrike Arnold Foto: privat
Kreative und zugleich umsetzungsstarke Persönlichkeiten hat die „Stiftung Charité“ in diesem Jahr erstmals mit dem Max-Rubner-Preis ausgezeichnet. Persönlichkeiten, deren Ideen die Charité in Forschung, Lehre, Krankenversorgung und Unternehmertum noch besser machen sollen. Ulrike Arnold ist so eine Persönlichkeit. Denn die Leiterin der Charité International Cooperation (ChIC) hat mit ihrem Projekt der Weiter- und Fortbildung für internationale Ärzte die Tore Berlins und damit nach Deutschland sehr weit geöffnet.

Im Herbst 2008 boten Arnold und ihre Kollegen von der ChIC zum ersten Mal ein einwöchiges Kommunikationstraining für ausländische Ärzte an. Schließlich, sagt Arnold, „wollen auch fertige Ärzte, nicht nur Studierende aus dem Ausland, von uns betreut werden“. Besonders wichtig war der Diplom-Pädagogin bei diesem Training, interkulturelle Aspekte einfließen zu lassen. „Denn gemischtkulturelle Ärzteteams werden in naher Zukunft keine Ausnahme mehr sein.“ Zurzeit, meint die ChIC-Leiterin, würden ausländische Ärzte, die eine Zeit lang in Deutschland arbeiteten, lediglich „betreut“. „Sie wirklich in unsere ärztlichen Strukturen zu integrieren, gelingt nicht.“ Noch nicht.

Das Preisgeld von circa 30 000 Euro soll dafür eingesetzt werden, den institutionellen Rahmen des engagierten Projekts zu festigen. Künftig wollen Arnold und ihr Team zweimal jährlich Kommunikationstrainings anbieten. Darüber hinaus soll es „In-House-Schulungen“ für interessierte Krankenhäuser geben. Martina Merten

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