ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2009Honorarreform 2009: Völlig untauglich
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Eine Honorarreform jagt die andere. So geht das seit über 30 Jahren. Die letzte erweist sich schon nach einigen Tagen als völlig untauglich. Wann denkt man bei den Führungsgremien der Ärzte endlich um und tritt energisch für eine echte Reform ein? Diese kann doch nach all den bisherigen Misserfolgen nur in einer Kostenerstattung auf Euro-Basis erfolgen mit der GOÄ als Grundlage. Die KVen könnten nach formaler Rechnungsprüfung die Honorare bei den Patienten einziehen, analog zum Vorgehen der Privaten. Anders als bei den Privaten dürften die Kassen die Kosten allerdings nur gegen Zahlungsnachweis erstatten. Bei Zahlungsverzug müssten die Kassen in Vorlage treten und ihrerseits die Honorare bei den Versicherten einfordern. Es ließen sich auch leicht Regelungen einbauen, um Härtefälle zu vermeiden. Das offenbar still beerdigte Korbmodell von Medi wäre ein geeignetes Verfahren gewesen, um Kassen und Politiker zu einem Umdenken zu motivieren.
Dr. med. Eugen Vogt, Brachfeldstraße 19, 77654 Offenburg

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