ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2009Honorarreform 2009: Noch keinen Gewinner gesprochen
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Mit Spannung habe ich begonnen, Ihren Artikel zu lesen und mich bestätigt gefühlt. Ich habe bisher mit keinem Gewinner gesprochen. Aber ab dem Absatz: „Wenig Kritik kommt bislang aus den neuen Bundesländern. Die Ärzte . . . dort gelten als Gewinner . . .“ habe ich nicht mehr weitergelesen. Wir haben es geschafft, Fach- und Hausärzte zu spalten. Nun wird auch innerhalb der Fachgruppen eine Spaltung versucht (In Sachsen gibt es aber zumindest bei den Orthopäden offensichtlich keine Gewinner, sodass es mit dem Spalten nicht so gut klappt). Aber nun holen wir die alte Geschichte mit Ossis und Wessis wieder hervor. Das ist billig und hilft derzeit gar nicht. Kurz zu den Fakten: Wir haben in Sachsen unsere Bescheide am 30. Dezember 2008 im Briefkasten gehabt. Nach der ersten kompletten Paralyse war ein Großteil der Kollegen am 5. Januar 2009, acht Uhr, bei der KV, um ein erstes klärendes Gespräch zu erhalten. Am 9. Januar 2009 haben wir nahezu vollständig (nur vier Orthopäden fehlten) als Leipziger Orthopäden, initiiert vom BVO, mit dem Hauptgeschäftsführer der KV, Dr. Kaminsky, zusammengesessen und versucht, eine Lösung beziehungsweise Klärung zu finden . . . Fakt ist: Wir bekommen für die gleiche Arbeit plötzlich erheblich weniger Geld. Die ambulante Facharztversorgung soll abgebaut werden. Und wenn jetzt keine generelle Änderung der angedachten Reformen für alle Kollegen kommt: Haus- oder Facharzt in Ost oder West, werden wir in wenigen Jahren einen ganz großen Schnitt in der ambulanten ärztlichen Versorgung unserer Patienten haben. Wir werden ertrinken in unüberschaubaren Einzelverträgen, die Arbeitszeit von Kassenangestellten und übrig gebliebenen Praxen wird mit Bürokratie . . . Die Qualität der Behandlung der Patienten geht den Bach herunter – und das bei der zu erwartenden Alterspyramide. Also: . . . Entweder wir schaffen es jetzt, die Notwendigkeit der ambulanten fach- und hausärztlichen Versorgung klarzumachen und durchzusetzen, oder es gibt den niedergelassenen Facharzt sobald nicht mehr.
Anke Yacoub, August-Bebel-Straße 11 a, 04425 Taucha
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