ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2009Prävention: Umdenken gefordert
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Ich pflichte den Aussagen des Autors bezüglich riskanter Verhaltensweisen in der Bevölkerung und der Notwendigkeit, Verhaltensänderungen und eine Umorientierung von Wertesystemen zu erreichen, bei. Zur Etablierung einer Änderung gehört aber nicht nur jemand, der sich verändern soll, sondern auch jemand, der ihm die notwendigen Änderungen erklärt, ihn bei der Umsetzung unterstützt und ihn positiv motiviert. Leider erscheinen trotz aller Beteuerungen neben Politik und Wirtschaft insbesondere auch große Teile der Ärzteschaft nicht wirklich „aus ganzem Herzen“ daran interessiert zu sein, einen „richtigen Lebensstil“ zu vermitteln. Dies ist z. B. sichtbar an der geringen Zahl von Ärzten, die präventive Angebote (wie etwa professionelle Raucherentwöhnung) fest in ihre Arbeit etabliert haben, am Desinteresse von Politik und Ärzteverbänden an der Zusammenarbeit mit Gruppierungen, die Weiterbildung in Präventivmedizin anbieten und an der geringen Zahl von Teilnehmern bei Ausbildungsseminaren zum Präventivmediziner. Dabei kann diese Tätigkeit für Ärzte, Kassen, den Staat und insbesondere auch für die Bevölkerung sowohl ideell als auch materiell durchaus attraktiver sein als die immer noch als vorrangig propagierte Reparaturmedizin . . . Es besteht also auch aufseiten der „Anbieter“ großer Veränderungsbedarf. Nur wenn hier ein Umdenken stattfindet, haben wir eine Chance, Prävention zu etablieren und mehr Menschen für einen „richtigen Lebensstil“ zu gewinnen.
Dr. med. Udo Böhm, Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für präventive Medizin
DGpM, Kruchenhausen 35, 83246 Unterwössen
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