ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2009Prävention: Vorsicht Sackgasse!
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Ausdrücklich bedanken möchte ich mich bei den Kollegen aus Günzburg für die von ihnen aufgezeigten sehr subtilen und gesamtgesellschaftlich extrem relevanten Zusammenhänge . . . Gerade Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik werden exponentiell zunehmend konfrontiert mit den ausufernden Ergebnissen und Problemlagen der reizüberflutenden Medien- und Kommunikationsangebote, den vermehrt Unsicherheit und weniger Verlässlichkeit ausstrahlenden Bedingungen der Arbeitswelt und den wegbrechenden halt- und sinngebenden familiären, religiösen und sozialen Fundamenten. Wenngleich wir uns in diesen medizinischen Disziplinen durchaus noch engagiert der gesellschaftlichen Herausforderungen und ihrer krankmachenden Mechanismen beziehungsweise der zunehmenden „Drop-outs“ annehmen, so ist doch absehbar, dass wir damit die dringend notwendige Veränderung von Lebenseinstellungen, Lebensbedingungen, Lebensstilen und gesellschaftlichen und Markt-mechanismen nicht ändern können! Das ist ja auch nicht unsere Aufgabe. Die Veränderung der Strukturen braucht als erstes die breite Einsicht, dass wir in eine Sackgasse laufen und dann die konzertierte Aktion, Schritt für Schritt die Weichen umzustellen.
Dr. med. Josef J. Leßmann, Ärztlicher Direktor
der LWL-Kliniken Warstein und Lippstadt, LWL-Klinik Warstein, Franz-Hegemann-Straße 23, 59581 Warstein
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