ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2009Problemorientiertes Lernen: Kompetente Zusammenstellung

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Problemorientiertes Lernen: Kompetente Zusammenstellung

Dtsch Arztebl 2009; 106(8): A-350 / B-298 / C-290

Lüring, Christian

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Karl-Horst Bichler, Walter Mattauch, Ruijun Shen: Problemorientiertes Lernen in der klinischen Medizin. Methode · Hintergründe · Praxisbeispiele. Lehmanns Media – LOB.de, Berlin 2006, 191 Seiten, Video-CD, kartoniert, 29,95 Euro
Karl-Horst Bichler, Walter Mattauch, Ruijun Shen: Problemorientiertes Lernen in der klinischen Medizin. Methode · Hintergründe · Praxisbeispiele. Lehmanns Media – LOB.de, Berlin 2006, 191 Seiten, Video-CD, kartoniert, 29,95 Euro
Die Änderung der Ärztlichen Approbationsordnung erforderte auch für die studentische Lehre umfassende Modifikationen. Der bislang weitläufig praktizierte Frontalunterricht im Rahmen von Vorlesungen sollte durch Reduktion der Gruppengröße und größere Patientennähe seitens der Studenten ersetzt werden. Das problemorientierte Lernen anhand von Fallkonstruktionen hat sich daher zunehmend in der klinischen Ausbildung durchgesetzt.

Die Autoren legen mit ihrer Publikation zum problemorientierten Lernen (POL) in der klinischen Medizin ein Werk vor, das sowohl die didaktischen als auch die hochschulpolitischen Hintergründe aufzeigen will, aber vor allem eine praktische Anleitung für Hochschullehrer und Dozenten bietet. Dabei richtet sich das „Kochbuch POL“ nicht nur an Professoren und Privatdozenten, sondern speziell auch an fortgeschrittene Studierende, die sich in die Methodik des POL einarbeiten möchten. Das Werk erreicht aufgrund der kompetenten Zusammenstellung und Konstruktion diese breite Zielgruppe.

Im Anfangsteil wird vorgestellt, welche Intention mit den aufbereiteten Fällen verbunden ist und welchen Stellenwert POL im Rahmen einer Gesamtstrategie des Medizinstudiums beansprucht. Im Weiteren wird auf die Konstruktion von Krankheitsfällen für die problemorientierte Lehre eingegangen. Die Beispiele sind zwar exemplarisch zu sehen, können aber teilweise auch für die Ausbildung übernommen werden. Im letzten Teil des Buchs wird beschrieben, wie Arbeitsmaterialien zusammengestellt werden. Dabei gelingt es den Autoren, konkret zu zeigen, wie im Rahmen eines POL-Tutoriums vorgegangen werden sollte.

Diese „kochbuchartigen“ Rezepte sind ihr Geld wert. Beim Lesen des Buchs wird transparent, dass die Autoren jahrelange Erfahrung mit POL haben. Sie zeigen auf, wie Kasuistiken aufbereitet werden können, sodass POL-Tutoren die inhaltlich-thematischen Herausforderungen des jeweiligen Falls besser erkennen und einschätzen können und so in die Lage versetzt werden, auf eine fachliche Fundierung des Lernens mit Krankheitsfällen zu achten. Dieses Werk lohnt sich und ist für alle klinischen Fächer geeignet, bei denen Patienten im Mittelpunkt der Diagnostik und Therapie stehen. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass sogar eine CD-ROM mitgeliefert wird, die die Fälle noch einmal illustriert. Christian Lüring
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