ArchivDeutsches Ärzteblatt20/1997Praxisbudgets: Gleichmacherei

SPEKTRUM: Leserbriefe

Praxisbudgets: Gleichmacherei

Bauer, Michael

Zu der Mitteilung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung "Die Einführung von Praxisbudgets zum 1. Juli 1997" in Heft 13/1997
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Die Praxisbudgets werden sich im nervenärztlichen, neurologischen und psychiatrischen Bereich mit Sicherheit im negativen Sinne auf die Patientenversorgung auswirken. So ist das Grundbudget für einen Nervenarzt oder Neurologen einheitlich, unabhängig davon, ob und wieviel elektrophysiologische Diagnostik er anbietet . . . Um hier wirtschaftlich noch arbeiten zu können, wird einer Praxis, die bisher umfangreiche elektrophysiologische Diagnostik angeboten hat, schon aus wirtschaftlichen Gründen nichts anderes übrigbleiben, als insbesondere von Praxispersonal erbrachte Leistungen wie EEG und evozierte Potentiale stark einzuschränken.
Weiterhin wird man auch gezwungen sein, Patienten, die auf Grund ihrer Krankheitsbilder häufig einbestellt werden müßten . . . möglichst wenig einzubestellen beziehungsweise in eine Fachklinik einzuweisen. Zusammenfassend kann nur festgestellt werden, daß die Praxisbudgets zu einer leistungsfeindlichen Gleichmacherei führen. Zu befürchten ist auch, daß infolge der Praxisbudgets auch aus wirtschaftlichen Gründen es zu einer erheblichen Zunahme von Überweisungen kommt.
Dr. med. Michael Bauer, Gewerbegasse 2, 83395 Freilassing
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote