MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Altersepilepsie

Epilepsy in the Elderly

Dtsch Arztebl Int 2009; 106(9): 135-42; DOI: 10.3238/arztebl.2009.0135

Werhahn, Konrad J.

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Hintergrund: Epilepsien sind die dritthäufigste Erkrankung des Gehirns im Alter. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird der Anteil von Patienten mit Epilepsie in der Bevölkerung steigen.
Methode: Selektive Literaturrecherche (auf Basis von 102 Veröffentlichungen, hiervon 50 Originalarbeiten; Stand September 2008).
Ergebnisse: Es besteht ein sehr niedriges Evidenzniveau. Leitlinien, systematische Übersichtsarbeiten oder Metaanalysen liegen nicht vor, und es gibt nur drei randomisierte doppelblinde Therapiestudien über die Altersepilepsie. Klinisch werden epileptische Anfälle häufig nicht erkannt, weil Anfallsvorgefühle (Auren) und der Übergang in generalisierte tonisch-klonische Anfälle seltener sind als bei jungen Patienten. Andererseits kommen plötzliche Be-wusstseinsstörungen im Alter häufiger vor, was die Differenzialdiagnose erschwert. Die Therapie ist durch häufige Komorbidität und multiple Pharmakotherapie kompliziert und erfordert ein behutsames Vorgehen. Hier ist insbesondere auf Wechselwirkungen zwischen den Medikamenten zu achten. Positiv ist zu vermerken, dass epileptische Anfälle im Alter scheinbar besser durch Medikamente kontrollierbar sind als bei jungen Patienten.
Schlussfolgerung: Epilepsien im Alter sind oft schwerer zu erkennen als bei jungen Patienten. Die Therapie ist durch Neben- und Wechselwirkungen erschwert, weswegen eine sichere Diagnose unabdingbar und der Einsatz moderner Antiepileptika oft notwendig ist.
Dtsch Arztebl Int 2009; 106(9): 135–42
DOI: 10.3238/arztebl.2009.0135
Schlüsselwörter: Epilepsie, Geriatrie, neurologische Diagnostik, Diagnosestellung, Fehldiagnose
LNSLNS Epilepsie galt lange als eine Erkrankung des Säuglings- und Kindesalters beziehungsweise des jungen Menschen. Anhand von epidemiologischen Untersuchungen wurde aber inzwischen deutlich, dass Epilepsien am häufigsten im Alter über 75 Jahre auftreten (1, 2) (Grafik 1 gif ppt). Epilepsien gehören damit zu den Alterserkrankungen und sind nach dem Hirninfarkt und den Demenzerkrankungen die dritthäufigste Krankheitsgruppe des Gehirns im Alter. Die Wahrnehmung von Altersepilepsie in der Öffentlichkeit und bei Mitarbeitern des Gesundheitswesens ist unzureichend (e1). Diese Übersicht soll daher einige wichtige Prinzipien der Diagnostik und Therapie von Altersepilepsien im Unterschied zu Epilepsien bei jungen Patienten aufzeigen.

Methodik
Für diesen Artikel durchsuchte der Autor die Literaturdatenbank der National Library of Medicine, Bethesda, USA („PubMed“) in einer selektiven Literaturrecherche für den Zeitraum 1949 bis Ende September 2008 nach englischen oder deutschen Artikeln mit den Begriffen „elderly“ und „epilepsy“ im Titel (epilepsy [ti] AND elderly [ti] AND english oder german [la]). Nach diesen Kriterien wurden 102 Arbeiten gefunden, von denen 43 Übersichtsarbeiten und 9 Fallberichte waren. Eine andere Suchstrategie (epilepsy [mh] AND geriatrics [mh] AND english oder german [la]) ergab lediglich 74 Artikel. Einbezogen wurden zudem Artikel aus aktuellen Fachbüchern zu dem Thema (e2, e3). Für diese Übersicht berücksichtigte der Autor nur die Originalberichte mit Daten von größeren Fallserien.

Ausprägung und Anfallsablauf
Epilepsien im Alter sind fast immer fokale, das heißt symptomatische Epilepsien, obwohl ein erstes Auftreten einer generalisierten Epilepsie selten auch im Alter vorkommen kann (e4). Bei älteren Patienten werden epileptische Anfälle häufig nicht erkannt und als unklare mentale Veränderungen, Verwirrtheit, Synkopen, Gedächtnisstörungen oder Schwindel eingeordnet (3). Eine Episode mit gestörtem Bewusstsein und starrem Blick mit nachfolgenden Minuten anhaltenden Verwirrtseins mag das einzige klinische Zeichen eines epileptischen Anfalls eines alten Patienten sein. Anfallsvorgefühle (Auren) kommen bei jungen Erwachsenen mit fokalen Epilepsien in circa 50 % der Fälle vor (4), sind aber bei älteren Patienten selten (e5). Das Fehlen von Auren erschwert die Einordnung und das frühe Erkennen von epileptischen Anfällen. Der generalisierte tonisch-klonische (Grand-mal-)Anfall wird von den meisten Beobachtern als epileptisch erkannt und führt häufig zu der Diagnose einer Epilepsie. Generalisierte tonisch-klonische Anfälle sind aber bei älteren Patienten seltener (26 %) als bei jüngeren (65 %) (5). Der seltenere Übergang in einen generalisierten tonisch-klonischen Anfall, das häufige Fehlen von motorischen Entäußerungen wie Automatismen und das Fehlen von Auren sind wichtige Gründe, warum epileptische Anfälle bei älteren Patienten häufig nicht erkannt werden. Zudem kann die postiktale Verwirrtheit bei Älteren deutlich länger (Stunden und Tage) dauern (6), was als Demenz oder Hirninfarkt verkannt werden kann. Daher muss bei einem akut verwirrten älteren Patienten ohne strukturelle Veränderungen in der Computertomografie und ohne eine andere plausible Erklärung für kognitive Ausfälle (zum Beispiel Exsikkose, Infekt, Hyperglykämie) an einen epileptischen Anfall oder einen Status nicht konvulsiver Anfälle (12) gedacht werden und ein Elektroenzephalogramm (EEG) durchgeführt werden.

Ätiologie
Jede Erkrankung des ZNS kann zu epileptischen Anfällen führen. Epilepsien im Alter sind Ausdruck einer zugrunde liegenden Erkrankung des Gehirns. Die Ätiologie ist bei Aussagen zur Prognose von großer Bedeutung. Symptomatische Epilepsien im jungen Erwachsenenalter sind zumeist auf geburtstraumatische Veränderungen, Missbildungen oder Anlagestörungen des Gehirns zurückzuführen oder sind Folge einer Enzephalitis, eines ZNS-Traumas oder Hirntumors. Im höheren Erwachsenenalter sind sie zumeist Ausdruck oder Folge zerebrovaskulärer und neurodegenerativer Erkrankungen (Grafik 2 gif ppt). Hirntumoren spielen im Alter eine untergeordnete Rolle und bei einem Drittel der Patienten bleibt die Ätiologie unklar (7). Epidemiologische Untersuchungen an Patienten über 60 Jahre ohne einen Hirninfarkt, ein Trauma oder eine Demenz in der Vorgeschichte haben ergeben, dass das Risiko einer Epilepsie bei 1,1 % liegt. Sie ist damit immer noch etwa doppelt so hoch wie bei jungen Erwachsenen, aber sehr viel niedriger, als wenn diese Risikofaktoren vorhanden sind (8).

Zerebrovaskuläre Erkrankungen sind die wichtigste Ursache von Epilepsien im Alter. Populations-basierte epidemiologische Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Hirninfarkt das Risiko für einen epileptischen Anfall um den Faktor 23 und für eine Epilepsie um den Faktor 17 im ersten Jahr nach dem Schlaganfall gegenüber der vergleichbaren Allgemeinbevölkerung erhöht (e6). Hierbei muss man sogenannte Früh-Anfälle, die als akute epileptische Reaktion in den ersten Stunden bis zu zwei Wochen nach dem Infarkt auftreten (e7), von Spät-Anfällen unterscheiden. Tierexperimentelle Daten deuten daraufhin, dass frühe Anfälle nach Hirninfarkt auf eine akute biochemische Dysfunktion zum Beispiel durch Exposition mit dem erregenden Neurotransmitter Glutamat zurückzuführen sind (e8). Frühe Anfälle treten bei 2 bis 8 % der Patienten zumeist in den ersten 24 bis 48 Stunden nach dem Schlaganfall auf (9). Demgegenüber spielen als Ursachen für die epileptischen Spät-Anfälle, die zwei Wochen oder später nach dem Hirninfarkt auftreten, chronische Prozesse wie der Wegfall hemmender Einflüsse, Vernarbung und die Bildung neuer synaptischer Verbindungen eine Rolle (e9). Späte einzelne epileptische Anfälle nach Schlaganfall kommen bei 3 bis 6 % der Patienten vor (9). Von diesen Patienten entwickeln etwa die Hälfte wiederkehrende Anfälle im Sinne einer fokalen Epilepsie zumeist in den ersten drei Jahren nach dem Schlaganfall. Die Häufigkeit von fokalen Epilepsien nach Hirninfarkt liegt mit 2 bis 4 % somit zwei- bis viermal höher als in der Altersgruppe üblich (9). Besonders Patienten mit Spät-Anfällen, die auch Früh-Anfälle hatten, haben ein sehr hohes Risiko für eine fokale Epilepsie (e7). Weitere Prädiktoren für eine Epilepsie nach Schlaganfall sind der Infarkttyp (hämorrhagisch > kardioembolisch > ischämisch bei Arteriosklerose), die Lokalisation (kortikal > subkortikal) und die Schwere des Schlaganfalles nach Klinik und cranieller Computertomografie.

Epileptische Anfälle können im Alter aber auch der erste Hinweis auf eine vaskuläre Erkrankung des Gehirns sein. In einer Studie an 4 709 Patienten, die älter als 60 Jahre waren und bei denen keine zerebrovaskuläre Erkrankung, Trauma, Demenz oder Alkoholmissbrauch vorlagen, hatten Patienten mit epileptischen Anfällen ein 2,89fach (95-%-KI: 2,45–3,41) erhöhtes Schlaganfall-Risiko über einen Zeitraum von fünf Jahren gegenüber einer Kontrollgruppe ohne Anfälle (10). Patienten mit dem ersten Anfall nach dem sechzigsten Lebensjahr, sollten daher nach vaskulären Risikofaktoren untersucht werden (Grafik 3 gif ppt). Da bei jedem zweiten über 60-jährigen Patienten eine zerebrovaskuläre Veränderung die Ursache für einen ersten epileptischen Anfall ist, gilt es, das vaskuläre Risikoprofil zu analysieren und den Patienten bis zum Beweis des Gegenteils als „schlaganfallgefährdet“ einzustufen (3).

Die Inzidenz von epileptischen Anfällen bei Patienten mit Alzheimer-Demenz nimmt mit zunehmender Erkrankung zu und beträgt kumulativ über sieben Jahre 8 % (11). Die Inzidenz ist bei jungen Alzheimer-Patienten deutlich höher (50 bis 59 Jahre; 4,3 %) als bei Patienten, die erst im hohen Alter erkranken (> 80 Jahre; 0,55 %). Außer dem Erkrankungsalter sind für eine Epilepsie typische Potenziale in der Elektroenzephalografie (EEG) und die Schwere der Erkrankung weitere Risikofaktoren für Anfälle (11). Epileptische Anfälle stehen aber bei Demenzerkrankungen nicht im Vordergrund und stellen auch kein gravierendes therapeutisches Problem dar. Wesentlicher ist, dass sie überhaupt erkannt werden. Bei jeder unklaren und transienten Verwirrtheit älterer Menschen muss an eine fokale Epilepsie gedacht, eine detaillierte Fremdanamnese erhoben und ein EEG angefordert werden (12).

Therapie
Die medikamentöse Behandlung alter Patienten mit Antiepileptika ist kompliziert und erfordert besondere Aufmerksamkeit gegenüber altersbedingten Veränderungen der Pharmakokinetik und der Pharmakodynamik (13). Leitlinien, systematische Übersichtsarbeiten oder Metaanalysen liegen nicht vor. Es gibt nur drei kontrollierte, randomisierte doppelblind durchgeführte Therapiestudien bei Altersepilepsie der Evidenzklasse I–II (1416) und eine Reihe von kleineren Studien der Klasse IIa–III (1722) (Tabelle 1 gif ppt). Daher basieren manche Entscheidungen der Antiepileptika-Behandlung im Alter oft auf der Extrapolation von Erfahrungen und Daten bei jungen Erwachsenen und auf dem Wissen über die allgemeinen Prinzipien der Pharmakotherapie im Alter (e10). In den vorliegenden Studien hat sich gezeigt, dass Lamotrigin und Gabapentin Carbamazepin überlegen sind (14, 15). Dieser Unterschied schwindet aber, wenn langsamer auf eine niedrigere Zieldosis von 400 mg/Tag mit retardiertem Carbamazepin aufdosiert wird (16). In der Wirksamkeit unterschieden sich die getesteten Substanzen nicht, sondern der Unterschied kam vornehmlich durch eine bessere Verträglichkeit zustande.
Die Behandlung von Epilepsien im Alter scheint hierbei öfter erfolgreich zu sein, als bei jungen Erwachsenen (e11). So lag die anfallsfreie Anteil zwei Jahre nach Therapiebeginn bei 622 Patienten in der wohl bekanntesten Therapiestudie über Epilepsie (23) für Patienten im Alter über 65 Jahre bei 62 % für 40-jährige oder jüngere Patienten dagegen nur bei etwa 30%. Dies setzt allerdings voraus, dass die Medikamente vertragen werden und es nicht zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommt. So mussten in der Untersuchung von Mattson et al. (23) etwa 64 % der Patienten über 65 Jahre die Therapie wegen Nebenwirkungen abbrechen, im Vergleich dazu etwa 33 % der jungen Erwachsenen. Eine antikonvulsive Therapie im Alter ist daher bestimmt durch die Suche nach dem am besten verträglichen und am wenigsten metabolisierten Medikament (13, e12) (Grafik 4 gif ppt).

Durch erhöhte Medikamenten-Empfindlichkeit, Einschränkung der therapeutischen Breite und erhöhte Wahrscheinlichkeit von medikamentösen Interaktionen können Probleme entstehen. Die wichtigsten pharmakokinetischen Parameter und Interaktionen von Antiepileptika sind in den Tabellen 2–4 dargestellt. Hieraus geht hervor, dass aufgrund der vielzähligen Interaktionen die sogenannten enzyminduzierenden Antiepileptika (Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital, Primidon) im Alter generell nicht empfohlen werden können (e12, 24).

Altersbedingte Veränderungen der Pharmakokinetik spielen bereits bei der Medikamenten-Adsorption eine Rolle, da die Magensekretion, das Blutvolumen und der Blutfluss sowie die Motilität des Gastrointestinaltrakts im Alter reduziert sind. Die Serumkonzentration von Medikamenten wird stark durch die Proteinbindung vor allem an das Serum-Albumin beeinflusst, die im Alter deutlich reduziert ist (e13), sodass der freie Anteil der Medikamente im Serum ansteigt. Dies beeinflusst nicht nur die erwünschten, sondern auch die unerwünschten Wirkungen und ist von besonderer Relevanz bei Antiepileptika mit einer hohen Eiweißbindung wie Valproinsäure, Phenytoin oder Carbamazepin, die daher häufig altersbedingten Veränderungen der Proteinbindung unterliegen (e10). Die wichtigsten altersbedingten physiologischen Veränderungen sind:
- die Reduktion der Lebermasse und des Blutflusses und damit des Leberstoffwechsels und
- die zunehmende Einschränkung der Nierenfunktion.
Die Fähigkeit der Leber, Medikamente zu metabolisieren, hängt von der enzymatischen Kapazität der Leber ab. Der Cytochrom P450-Enzymkomplex, einer der wichtigsten Abbauwege von Medikamenten, nimmt bereits ab dem vierzigsten Lebensjahr um etwa 10 % pro Dekade ab, das heißt bei Patienten im Alter von 70 Jahren ist er um 30 % reduziert (e14). Erschwerend kommt hinzu, dass es für den Leberstoffwechsel keinen klinischen Parameter gibt, mit dem die Leberfunktion genau überwacht werden könnte. Leberenzyme wie die gGT, GOT oder GPT oder die Konzentration des Serumalbumins sind kein Maß für die Fähigkeit der Leber zur Verstoffwechslung von Medikamenten (e15). Die Nierengröße und -funktion gehen im Alter ebenfalls zurück (e16). Im Gegensatz zur Leberfunktion ist aber die Nierenfunktion laborchemisch messbar. Aus diesem Grunde sind Medikamente, die renal eliminiert werden, im Alter von Vorteil, da man die Dosis der Nierenfunktion angepassen kann.

Dosierung: „Start slow, aim low“
Ältere Patienten sind empfindlicher gegenüber den zentralen und systemischen Nebenwirkungen der Antiepileptka (Tabelle 5 gif ppt), insbesondere kognitiven Nebenwirkungen (e17), was zum Teil mit den oben erwähnten pharmakokinetischen Veränderungen zusammenhängt. Zu einer ähnlichen Schlussfolgerung kamen auch die doppelblinden Vergleichsstudien bei Patienten über 65 Jahre, die Carbamazepin gegen Lamotrigin beziehungsweise Gabapentin testeten (14, 16). Alle Medikamente hatten eine vergleichbare Wirksamkeit. Als kombiniertes Maß für die Wirksamkeit und Verträglichkeit diente die Retentionsrate etwa ein Jahr nach Therapiebeginn, das heißt die Anzahl, der in der Studie verbleibenden Patienten. Carbamazepin retard (Zieldosis 400 mg/Tag; 67 %) und Lamotrigin (100 mg/Tag; 73%) unterschieden sich in der Retentionsrate nicht signifikant, während Gabapentin mit 49 % signifikant niedriger lag (14, 16). Wurde allerdings nicht retardiertes Carbamazepin in einer etwas höheren Dosis gegeben (600 mg/Tag), war die Verträglichkeit deutlich schlechter und nur noch 35,5 % der Patienten beendeten die Studie nach einem Jahr (14). Für andere Antiepileptika liegen noch keine kontrollierten Studien vor. Als probate Alternative zu Carbamazepin sollte im Alter an die Valproinsäure gedacht werden (e18), eine lang bekannte Substanz, die in vielen Darreichungsformen angeboten wird und auch bei fokalen Epilepsien wirksam ist. Obwohl das Risiko eines Parkinson-Syndroms mit kognitivem Abbau bei Valproinsäure auf etwa 2 % geschätzt wird (e19) und im Alter häufiger zu sein scheint, ist fehlende Müdigkeit und Verlangsamung und die fehlende Enzyminduktion in der Leber im Alter von Vorteil gegenüber Carbamazepin. Erwähnenswert ist wegen des günstigen Nebenwirkungsprofils und der Pharmakokinetik auch Levetiracetam (21), das auch von Epileptologen empfohlen wird (25). Kontrollierte Studienergebnisse bei älteren Patienten liegen aber für beide Substanzen nicht vor. In einer Studie mit 73 älteren Patienten waren Nebenwirkungen und eine gute Anfallskontrolle in der Mehrzahl der Patienten mit Serum-Carbamazepin- oder -Valproinsäure-Konzentrationen verbunden, die entweder an der unteren Grenze oder weit unterhalb des sogenannten therapeutischen Bereiches lagen (e20). Generell kann daher empfohlen werden, bei Eindosierung von Antiepileptika im Alter (> 70 Jahre) etwa die Hälfte der Dosierung des jungen Erwachsenen als initiale Zieldosis zu definieren und, wenn möglich, halb so schnell aufzudosieren (e21).

Fazit
Fokale Epilepsien kommen im Alter am häufigsten vor. Der Wissensstand und die derzeit zur Verfügung stehenden Studien können aber viele Fragen des Alltags nicht beantworten, weil Studien speziell mit älteren Patienten fehlen. Da epileptische Anfälle im Alter diskreter ablaufen und häufig übersehen werden, ist insbesondere bei Älteren eine sichere Diagnose basierend auf einer verlässlichen Fremdanamnese oder hinreichend EEG- und/oder Video-EEG-Daten von großer Bedeutung. Während der nächsten Jahre müssen erhebliche Anstrengungen gemacht werden, um den Verlauf von Epilepsien und ihre optimale Behandlung in diesem rasch wachsenden Teil der Bevölkerung besser zu verstehen, bevor ab etwa dem Jahre 2020 jeder zweite Mensch in Deutschland über 50 und etwa sieben Prozent der Bevölkerung 80 Jahre oder älter sein wird.

Interessenkonflikt
Der Autor hat Vortragshonorare von UCB, Pfizer, Sanofi-Aventis sowie Studienunterstützung (Step-one) von UCB erhalten. Außerdem gibt er Autoren-Honorare von Sanofi-Aventis und UCB an sowie eine Tätigkeit im Advisory Board bei Pfizer und UCB.

Manuskriptdaten
eingereicht: 2. 7. 2008, revidierte Fassung angenommen: 24. 11. 2008

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Konrad J. Werhahn
Oberarzt, Leiter Epileptologie
Neurologische Universitätsklinik
Langenbeckstraße 1
55131 Mainz
E-Mail: werhahn@uni-mainz.de

Summary
Epilepsy in the Elderly
Background: Epilepsy is the third most common disease affecting the brain in the elderly. Current demographic trends will lead to an increased prevalence of epilepsy in the general population.
Method: A selective literature search revealed 102 relevant publications as of September 2008, 50 of which were original articles.
Results: The level of evidence was found to be very low. No guidelines, systematic reviews or meta-analyses are available, and there have been only three randomized, double-blind trials of treatment for epilepsy in the elderly. The seizures often escape clinical attention, because premonitory symptoms (aura) and secondary generalization into tonic-clonic seizures are both rarer in older patients. On the other hand, sudden loss of consciousness from various causes becomes more common with increasing age, presenting a challenge in differential diagnosis. Treatment is often more complex because of comorbidities and multiple other drugs, and requires a cautious approach. Drug interactions, in particular, require special attention. On the positive side, epileptic seizures in the elderly seem to be more easily controlled by medications than they are in young adults.
Conclusions: Epilepsy is often more difficult to recognize in old age. The treatment is hampered by side effects and drug interactions. Thus, certainty about the diagnosis is indispensable, and the treatment often requires the use of newer-generation antiepileptic drugs.
Dtsch Arztebl Int 2009; 106(9): 135–42
DOI: 10.3238/arztebl.2009.0135
Key words: epilepsy, geriatrics, neurological diagnosis, diagnostic testing, misdiagnosis

Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit0909
The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de
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