ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSPRAXiS 1/2009IGeL-Leistungen: Praxis-Flyer selbst gemacht

Supplement: PRAXiS

IGeL-Leistungen: Praxis-Flyer selbst gemacht

Dtsch Arztebl 2009; 106(9): [14]

Papke, Steffen; Freisen, Tilman

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Attraktiv gestaltete Praxisinformationen lassen sich einfach und flexibel selbst erstellen.

Keine Frage: IGeL-Leistungen bieten eine attraktive zusätzliche Einnahmequelle für die Arztpraxen, und auch der Patient profitiert in der Regel von den selbst bezahlten Leistungen. Eigentlich also eine Win-win-Situation für Praxis und Patient – trotzdem sind viele Ärzte verunsichert: Wie informiere ich meinen Patienten, ohne das bestehende Vertrauensverhältnis zu gefährden? Wie kann ich beraten, ohne als Verkäufer angesehen zu werden? Eine allgemeingültige Antwort auf diese Frage gibt es nicht, die Meinungen dazu variieren stark von Arzt zu Arzt. Man kann aber davon ausgehen, dass Druckerzeugnisse eine nicht unerhebliche Rolle bei der Kommunikation spielen werden.

Ein erfolgreicher Ansatz zur proaktiven „Vermarktung“ von IGeL-Leistungen müsste also den Bedenken der Ärzte Rechnung tragen, gleichzeitig aber auch finanziell und personell umsetzbar sein. Idealerweise könnte der Arzt im kleinen Rahmen mit jeweils einer Handvoll Patienten unterschiedliche Kommunikationsansätze ausprobieren. Die entsprechenden Rückmeldungen der Patienten würden dann unmittelbar zur weiteren Verbesserung und Neuproduktion der Druckerzeugnisse (etwa im Hinblick auf Formulierung, Hintergrund, Schwerpunkte) genutzt. Ergebnis dieses iterativen Verfeinerns wäre die optimale Patientenansprache durch den jeweiligen Arzt. Aber wäre eine solche Vorgehensweise auch praktikabel, das heißt bezahlbar und personell umsetzbar?

Die Antwort lautet Ja, mit „Inhouse Marketing“, einer Wortschöpfung vom Computer- und Druckerhersteller HP für das selbstständige Erstellen und Produzieren von Marketingmaterialien. Inhouse Marketing bietet eine einfache, günstige, flexible und trotzdem professionelle Lösung. Der Arzt benötigt dafür einen herkömmlichen PC mit Microsoft Publisher (ähnlich wie Word) und einen handelsüblichen Bürofarbdrucker mit dem passenden Broschürenpapier.

Dann kann es losgehen: Das Softwareprogramm starten, eine geeignete Dokumentenvorlage auswählen, Texte einbauen beziehungsweise anpassen und einfach ein Exemplar direkt in der Praxis auf dem Farbdrucker ausdrucken. Durch die hohe Druckqualität moderner Farbdrucker in Kombination mit einem speziellen Broschürenpapier wird eine professionelle Qualität erreicht, absolut vergleichbar mit der einer Druckerei, aber zu wesentlich geringeren Kosten, ohne Abstimmungsaufwand und selbst in kleinsten Auflagen von einem Stück.

Beispiele für einfach selbst zu erstellende professionell gestaltete Patienteninformationen
Beispiele für einfach selbst zu erstellende professionell gestaltete Patienteninformationen
Die professionellen Dokumentenvorlagen liefert der Kooperationspartner Escrea. Unter www.praxis-werbung.net können Ärzte sowohl kostenfreie Vorlagen im „Microsoft Publisher“-Format als auch unterschiedliche Textbausteine herunterladen. Außerdem bietet das Unternehmen Onlineschulungen und ein Onlineforum an, bei dem Ärzte aktiv mitdiskutieren können (www.praxis-werbung.net/forum).

Die Vorteile: Der Arzt hat die volle Kontrolle über das Dokument innerhalb seiner Praxis. Kleinste Auflagen sind jederzeit möglich und verfügbar, Änderungen oder auch neue Varianten können innerhalb von Minuten umgesetzt werden. Und wenn dann das optimierte Druckerzeugnis perfekt ist, lassen sich auch mehrere Hundert Exemplare kostengünstig selbst drucken.

Inhouse Marketing ist längst gängige Praxis in vielen Branchen in Deutschland und weltweit. Grund für die hohe Akzeptanz sind die enormen Verbesserungen bei den Druckern und auch bei der Software. Erhältlich sind sowohl Farblaser- als auch professionelle Tintenstrahldrucker, jeweils auch als Multifunktionsvariante mit Kopier- und Scanfunktion. Diese Geräte bieten eine hohe Druckqualität kombiniert mit hohen Druckgeschwindigkeiten und einfacher Benutzung zu Einstiegskosten ab circa 150 Euro. Mit dem einfach zu bedienenden Publisher-Programm von Microsoft (entweder als Teil von Microsoft Office oder separat für rund 180 Euro) ist es für Word-Nutzer leicht, auch komplexe Vorlagen anzupassen oder neue Vorlagen herzustellen. Erstellen lassen sich auf diese Weise beispielsweise Recallkarten, Patienteninformationen als Mailing oder als Auslage – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Steffen Papke,
E-Mail: steffen.papke@hp.com;
Tilman Freisen, E-Mail: tilman.freisen@escrea.de
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