ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2009Künstliche Befruchtung: Neue Diskussion um Kostenübernahme

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Künstliche Befruchtung: Neue Diskussion um Kostenübernahme

Rieser, Sabine; afp

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Nur für drei Versuche zahlen die Kassen und übernehmen lediglich die Hälfte der Kosten. Foto: Keystone
Nur für drei Versuche zahlen die Kassen und übernehmen lediglich die Hälfte der Kosten. Foto: Keystone
Nach Ansicht der Bundestagsfraktion Die Linke sollte die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) die Kosten für künstliche Befruchtungen wieder vollständig übernehmen. Dann müsse gleichzeitig der Bundeszuschuss an die GKV erhöht werden. Das geht aus einem Antrag der Linken hervor, der Mitte Februar im Parlament diskutiert und zur Beratung an die Ausschüsse überwiesen wurde.

Seit dem Jahr 2004 übernimmt die GKV nur noch die Hälfte der Kosten für bis zu drei Versuche. Dies wurde immer wieder kritisiert. Zuletzt hatte es im Sommer 2008 im Bundesrat einen Vorstoß gegeben, den alten Finanzierungszustand wieder herzustellen. „Die Größe des Geldbeutels sollte nicht über die Durchführung einer künstlichen Befruchtung entscheiden“, heißt es im Antrag. Die Ansichten über den Vorstoß gehen im Parlament auseinander. Auch die Ministerinnen Ulla Schmidt (SPD) und Ursula von der Leyen (CDU) sind sich uneinig darüber, ob die Finanzierung künstlicher Befruchtungen eher eine gesundheits- oder eine familienpolitische Aufgabe ist.

Im Alleingang hat sich mittlerweile das Bundesland Sachsen entschieden, kinderlosen Ehepaaren von März dieses Jahres an staatliche Zuschüsse für künstliche Befruchtungen zu gewähren. Die dortige Familienministerin Christine Clauß (CDU) erklärte, betroffene Paare sollten bei der zweiten und dritten Behandlung mit einer Pauschale von bis zu 900 Euro entlastet werden und bei der vierten mit einem Zuschuss zwischen 1 600 und 1 800 Euro. Rie, afp
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