ArchivDeutsches Ärzteblatt9/20093 Fragen an ... Kathrin Wormann, Vorstand der Brandenburgischen BKK in Eisenhüttenstadt

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3 Fragen an ... Kathrin Wormann, Vorstand der Brandenburgischen BKK in Eisenhüttenstadt

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Kathrin Wormann, Vorstand der Brandenburgischen BKK in Eisenhüttenstadt
Kathrin Wormann, Vorstand der Brandenburgischen BKK in Eisenhüttenstadt
Was bringt Ulla Schmidts Servicewettbewerb der Krankenkassen?
Wormann: Er regt Versicherte vielleicht dazu an, das Angebot ihrer Kasse zu hinterfragen. Das tun im Moment noch zu wenige. Wir können aber mehr, als bei Krankheit zu bezahlen.

„Hilfe bei der Vermittlung von Arztterminen“: Welche Rolle spielt das bei Ihnen?
Wormann: Einen Tag nach der Pressekonferenz zur Servicekampagne hat ein Versicherter wegen eines Termins beim Augenarzt nachgefragt. In Eisenhüttenstadt gibt es zwei Augenärzte. Allerdings sind die Wartezeiten überdurchschnittlich hoch. Wir vermitteln Termine, aber versprechen kann ich nie etwas. Es gibt im Osten einfach zu wenig Fachärzte. Die können auch nicht mehr als arbeiten. Andererseits: Wenn man als Kasse Kontakt zum Arzt aufnimmt, ist das doch noch etwas anderes.

Können große Kassen leichter attraktiven Service bieten?
Wormann: Nein. Eine qualitativ hochwertige Versorgung kann man nur regional organisieren. Ich habe mir ein Netzwerk aufgebaut und kenne die Geschäftsführer der Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte, Physiotherapeuten. Wenn man sich kennt, kann man sich auch miteinander organisieren. Was Serviceangebote großer Kassen wie eine Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit betrifft: Machen wir uns nichts vor. Sonntagabend braucht man vielleicht medizinische Hilfe, aber nicht die Krankenkasse.

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