ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2009Die Folgen des Krieges

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Die Folgen des Krieges

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LNSLNS Während des Vietnamkriegs (1965 bis 1975) setzten die US-Amerikaner Entlaubungsmittel ein, um die Nachschubwege des feindlichen Vietcong bloßzulegen und die eigenen Truppen vor Anschlägen der Dschungelkämpfer zu schützen. Einer der Codenamen für die verschiedenen Entlaubungsaktionen der Amerikaner lautete „Agent Orange“. Da das Gemisch aufgrund von Verunreinigungen TCDD, ein Dioxin, enthielt, führte es durch direkte Aufnahme oder indirekt über die Nahrungskette zu erheblichen gesundheitlichen Problemen. Zu den medizinischen Spätfolgen des Herbizideinsatzes zählen Missbildungen, Immunschwächen und Erbgutveränderungen. Auch drei Generationen nach dem Einsatz des Entlaubungsmittels kommen Neugeborene noch immer mit Behinderungen zur Welt. Schätzungen gehen von einer Million betroffenen Opfern von Agent Orange aus, darunter 300 000 Kinder. Die Vereinigten Staaten von Amerika weigern sich trotz Klagen der Opfer bis heute, Entschädigungen zu zahlen. Es wird lediglich humanitäre Hilfe geleistet. MM
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