ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2009Nephrologie: Gelungene Neuauflage
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Ulrich Kuhlmann, Dieter Walb, Joachim Böhler, Friedrich C. Luft (Hrsg.): Nephrologie. Pathophysiologie – Klinik – Nierenersatzverfahren. 5. Auflage. Thieme, Stuttgart, New York 2008, 701 Seiten, gebunden, 129,95 Euro
Ulrich Kuhlmann, Dieter Walb, Joachim Böhler, Friedrich C. Luft (Hrsg.): Nephrologie. Pathophysiologie – Klinik – Nierenersatzverfahren. 5. Auflage. Thieme, Stuttgart, New York 2008, 701 Seiten, gebunden, 129,95 Euro
Die fünfte, überarbeitete und erweiterte Auflage des ursprünglich als „Kuhlmann und Walb“ erschienenen Lehrbuchs zur Pathophysiologie, Klinik und Therapie der Nephrologie ist, um es vorwegzunehmen, ein gelungenes Buch für alle, die an der Inneren Medizin und besonders der Nephrologie interessiert sind.

Im Vergleich zur Vorauflage wurden Kapitel überarbeitet und durch zum Teil sehr anschauliches Bildmaterial ergänzt. Die Gliederung, die von der Diagnostik über die wichtigsten Nierenerkrankungen bis zur Nierentransplantation und den Dialyseverfahren reicht, ist übersichtlich und ermöglicht eine schnelle Orientierung, um eventuellen detaillierten Fragen nachzugehen. Die Kapitel sind mit ansprechenden Abbildungen ausgestattet, die einem bei vielen Aspekten die Interpretation der Texte leicht machen oder ergänzen. Hier beginnt allerdings auch ein wenig die Kritik. Durch den Versuch, die Pathophysiologie in das Werk einzubeziehen, nimmt in einzelnen Kapiteln die Anzahl der überdetaillierten Tabellen naturgemäß zu. Dies gilt auch für einige Kapitel (zum Beispiel Nierentransplantation), die jetzt den Anspruch haben, alle „diagnostischen“ und „therapeutischen“ Details darzustellen. Man wird deshalb an der einen oder anderen Stelle des Buchs verunsichert, worin das Ziel dieses Werks besteht: Soll es ein Lehrbuch sein oder ein Nachschlagewerk werden? Dies sollten die Herausgeber für die nächste Auflage überlegen.

Im Vergleich zum ursprünglichen „Kuhlmann und Walb“ mit zwei Autoren merkt man der fünften Auflage die Zunahme der Zahl der Autoren an. Dies gilt besonders für die Bebilderung und Grafiken. Während die Kapitel „Glomerulonephritis“ oder „Systemerkrankungen“ hervorragend mit Bildmaterial und sehr übersichtlich mit Tabellen und Grafiken ausgestattet sind, ist dies in anderen Teilen des Buchs weniger gut geraten. Dies alles ändert jedoch nichts an der gelungenen Neuauflage dieses Standardbuchs für Nephrologie, das jedem interessierten Leser empfohlen werden kann. Rolf A. K. Stahl
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