ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2009Honorarreform: Mageres Verhandlungsergebnis

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Honorarreform: Mageres Verhandlungsergebnis

Rieser, Sabine

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LNSLNS Kassenärztliche Vereinigungen (KVen) und Krankenkassen können durch eine Ausweitung der Konvergenzphase jetzt flexibler vereinbaren, wie sie mit Verlusten durch die Vergütungsreform umgehen. Es ist ihnen damit auf Landesebene freigestellt, Gewinne zu reduzieren und Verluste zu begrenzen, sofern darüber Einigkeit besteht. Das ist das einzige Ergebnis eines Treffens des Erweiterten Bewertungsausschusses. „Wir haben die Freiräume für KVen deutlich erweitert, vor Ort gemeinsam mit den Krankenkassen mögliche überdurchschnittliche Verluste von Ärzten oder Arztgruppen aufzufangen“, hob Dr. med. Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), jedoch hervor.

Die Ärztevertreter hätten erneut Berechnungen zu den Auswirkungen der Honorarreform vorgelegt, teilte der GKV-Spitzenverband am Abend mit. Kassen und Ärzte hätten sich darauf verständigt, dass diese nun vom Institut des Bewertungsausschusses analysiert würden. Mit dem Beschluss, die Konvergenzphase auszuweiten, habe man gezeigt, dass man den Ärzten dabei helfen wolle, die innerärztlichen Probleme bei der Honorarverteilung zu lösen. Aber mehr Geld, als bereits im vergangenen Jahr vereinbart, könne es nicht geben. Köhler wiederum blieb bei seiner Forderung, das derzeitige Konstrukt der Regelleistungsvolumina verändern zu wollen. Praxen mit niedrigen Fallzahlen und großer Leistungsausweitung würden benachteiligt.

Unterdessen ist durchgesickert, dass es die KBV notfalls nicht beim Verhandeln belassen will. Vorgesehen sind umfangreiche Medienkampagnen und Informationen über den Umfang unbezahlter Arbeit in den Praxen. In einer zweiten Stufe könnte sich die KBV vorstellen, dass sowohl ihr eigener Vorstand wie die Vorstände der 17 regionalen KVen die Ämter niederlegen. Hinzu könnten flächendeckende Praxisschließungen kommen. Rie
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