ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2009Honorare: Protestaktionen in Nordrhein-Westfalen

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Honorare: Protestaktionen in Nordrhein-Westfalen

Hibbeler, Birgit

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Wegen der Honorarreform haben am Aschermittwoch Ärztinnen und Ärzte in vielen Städten Nordrhein-Westfalens gegen die Unterfinanzierung in der ambulanten Versorgung protestiert und ihre Praxen geschlossen. Die Freie Ärzteschaft hatte zum „gesundheitspolitischen Aschermittwoch“ nach Solingen eingeladen, zu dem nach Angaben der Veranstalter etwa 600 Ärzte kamen. Der Hausärzteverband Westfalen-Lippe zählte bei einer Kundgebung in der Halle Münsterland rund 3 500 Teilnehmer. Der Verband der Ersatzkassen nannte die Protestaktionen der Ärzte „unangemessen“.

Vertreter der ärztlichen Selbstverwaltung forderten hingegen, die Unzufriedenheit der Ärzte ernst zu nehmen. Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Dr. med. Leonhard Hansen, bat die Bevölkerung um Verständnis für die Praxisschließungen. Der Protest der Ärzte sei auch im Interesse der Patienten. Dr. med. Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, sagte ebenfalls, es müsse den Ärzten erlaubt sein, ihren Unmut über die gefährdete Patientenversorgung auf diese Weise zu dokumentieren. BH
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