ArchivDeutsches Ärzteblatt20/1997Bestimmen von Sehhilfen
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Exzellente Übersicht
Dieter Methling: Bestimmen von Sehhilfen. 2., neu bearbeitete Auflage, Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart, 1996, XVIII, 409 Seiten, 748 Einzeldarstellungen, davon 25 farbig, 40 Tabellen, kartoniert, 98 DM
Das Buch bietet eine exzellente Übersicht zu einer modernen, angewandten physiologischen Optik. Ein einleitendes Kapitel zu den Grundlagen der Anatomie, der Physiologie und der Dioptrik des menschlichen Auges leitet über zu den subjektiven monokularen und binokularen Prüfungen der Sehleistung einschließlich der Physiologie und Pathophysiologie von Akkommodation und Konvergenz. Hier wird eine gute Grundlage geboten für eine optimale Brillenbestimmung. Die medizinisch-technologischen Voraussetzungen für die Refraktionsbestimmung werden verständlich und übersichtlich dargestellt mit einer detaillierten Aufzeichnung auch der objektiven Meßverfahren. Interessant ist ein Abschnitt über die möglichen Brillenlinsen und den Einsatz derselben für eine optimale Brillenanpassung zur Erreichung des bestmöglichen Sehkomforts. In einem Extraabschnitt werden die Grundzüge der augenärztlichen Kontaktologie mit den verschiedenen Kontaktlinsenmaterialien in einem breiten Indikationsbereich erläutert. Untrennbar von der Anpassung von Sehhilfen sind ergoophthalmologische Aspekte, welche in diesem Buch sehr geschickt aufgezeigt werden. Anforderungen an Binokularsehen für Bildschirm-Arbeitsplätze, Tätigkeitsbereiche mit speziellen visuellen Anforderungen, die Reaktionen des visuellen Systems auf besondere Beanspruchungen in unterschiedlichem beruflichen Metier markieren wichtige Überlegungen zur Wechselwirkung von Sehvermögen und moderner Arbeitswelt. Die Refraktionsbestimmung bei Sehschwachen und die Verordnung vergrößernder Sehhilfen mit ihren unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten sind weitere Abschnitte dieses wichtigen Buches.
Ein übersichtliches Glossar, kritisch ausgewählte Literaturhinweise und ein Sachregister runden diese gelungene Wissenssammlung ab.
Günter K. Krieglstein,
Köln
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