ArchivDeutsches Ärzteblatt PP3/2009Posttraumatische Belastungsstörungen: Mehr Hilfe für traumatisierte Soldaten

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Posttraumatische Belastungsstörungen: Mehr Hilfe für traumatisierte Soldaten

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Einsätz mit Folgen: Mehr als 200 Soldaten kehrten 2008 mit psychischen Störungen aus Afghanistan zurück. Foto: ddp
Einsätz mit Folgen: Mehr als 200 Soldaten kehrten 2008 mit psychischen Störungen aus Afghanistan zurück. Foto: ddp
Die Große Koalition will die Versorgung traumatisierter Soldaten verbessern. Nach dem Willen der Bundestagsfraktionen von Union und SPD soll ein Zentrum für Soldaten errichtet werden, die mit posttraumatischen Störungen von Auslandseinsätzen zurückkehren. Mitte Februar wurde im Bundestag der fraktionsübergreifende Antrag einstimmig angenommen, die Betreuung bei posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) zu stärken und weiterzuentwickeln.

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) betonte, es gebe heute schon gute Behandlungsmöglichkeiten. Sie sollten jedoch für eine optimale Versorgung gebündelt werden. Angesichts der steigenden Zahl von nach einem Auslandseinsatz traumatisierten Bundeswehrsoldaten hat Jung die Betroffenen zu rascher Inanspruchnahme von psychologischer Hilfe ermuntert. Die Soldaten sollten bereits erste Symptome sehr ernst nehmen und umgehend einen Arzt aufsuchen oder andere Hilfe von Experten in Anspruch nehmen.

Dem Minister zufolge soll es sich bei dem geplanten Forschungszentrum vor allem um eine militärische Einrichtung handeln. Die Bundeswehr habe mit ihren Krankenhäusern und dem medizinischen Dienst ausreichende Kompetenzen. Wichtig sei es aber, dass das Thema PTBS bei den Soldaten entstigmatisiert werde. Darüber hinaus solle es Beratungsangebote geben, die von den Betroffenen und ihren Angehörigen anonym oder telefonisch genutzt werden könnten. sun
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