ArchivDeutsches Ärzteblatt PP3/2009Randnotiz: Drama um Achtlinge

AKTUELL

Randnotiz: Drama um Achtlinge

Hibbeler, Birgit

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Es war eine Sensation, die sich Ende Januar in Kalifornien ereignete. In einem Krankenhaus bei Los Angeles kamen Achtlinge zur Welt. Eine Überraschung, denn im Ultraschall hatte man nur sieben Kinder gezählt. Alle Babys – sechs Jungen und zwei Mädchen seien wohlauf, teilten die behandelnden Ärzte mit. Auch der Mutter gehe es gut. Sie wolle alle Kinder stillen.

Doch nur wenig später schlug der Jubel in Empörung um. Es stellte sich nämlich heraus, dass die 33-jährige Achtlingsmutter schon sechs kleine Kinder hat und alleinstehend ist. Sie lebt in einer Dreizimmerwohnung und ist arbeitslos. Die acht Embryonen entstanden – wie schon vermutet worden war – nicht auf natürlichem Weg, sondern im Rahmen einer künstlichen Befruchtung. Die verwendeten Spermien stammten von einer Samenbank. In einem Interview teilte die Mutter mit, sie sei ein Einzelkind gewesen und habe sich immer eine Großfamilie gewünscht. Aufgrund der vielen Presseanfragen hatte sie in der Zwischenzeit eine PR-Agentur beauftragt. Auf einer neu eingerichteten Internetseite nimmt die 14-fache Mutter Glückwünsche und Spenden entgegen (www.thenadya sulemanfamily.com).

Nicht nur Ärzte fragten sich: Wieso pflanzte man der Frau acht befruchtete Eizellen ein – zumal sie schon sechs Kinder hat? Wie soll sie allein eine so große Familie versorgen? Und was sind das für Mediziner, die einen solchen Eingriff vornehmen? Auch die Väter der ersten sechs Kinder sind übrigens Samenspender. Die Großmutter der Achtlinge bezeichnete ihre Tochter mittlerweile als „besessen“. Diese ist nun wegen Morddrohungen angeblich untergetaucht.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema