ArchivDeutsches Ärzteblatt PP3/2009Musiktherapie: Große Bedeutung in der Versorgung

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Musiktherapie: Große Bedeutung in der Versorgung

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LNSLNS Für die aktuelle Situation der Musiktherapie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie interessierten sich Wissenschaftler am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Sie befragten alle 134 deutschen kinder- und jugendpsychiatrischen Kliniken mit stationärem Behandlungsangebot und kamen zu folgenden Ergebnissen: Musiktherapie wird an 63 Prozent der Kliniken angeboten und spielt damit eine bedeutende Rolle in der psychotherapeutischen Versorgung. 80 Prozent der Befragten waren fest angestellt und arbeiteten durchschnittlich 27,8 Stunden pro Woche. 35 Prozent der Festangestellten wurden nach BAT IVb bezahlt, 18 Prozent nach einer höheren, 29 Prozent nach einer niedrigeren Gehaltsklasse. „Der durchschnittliche Musiktherapeut in der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist weiblich, 41 Jahre alt, spielt Klavier als Hauptinstrument und hat einen Diplomabschluss an einer Fachhochschule absolviert“, so die Autoren. Ein weiteres Merkmal des durchschnittlichen Musiktherapeuten ist die analytische/tiefenpsychologische Ausrichtung. Mit der Ausstattung der Musiktherapieräume und dem Zustand des Instrumentariums zeigten sich 81 Prozent der Befragten zufrieden. Auch die Arbeitszufriedenheit der Befragten war überdurchschnittlich. Verbesserungsbedarf besteht hinsichtlich des interdisziplinären Erfahrungsaustauschs und der Teilnahme an Supervisionen. ms

Stegemann T, Mauch C, Stein V, Romer G: Zur Situation der Musiktherapie in der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie. Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie 2008; 36(4): 255–63.
Dr. med. Thomas Stegemann, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistraße 52, 20246 Hamburg, E-Mail:
t.stegemann@uke.uni-hamburg.de
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