ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2009Nabelschnurblut: Studie an der TU München
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Nach Beobachtungen der Parents Guide Cord Blood Foundation gibt es mindestens 250 Transplantationen aus privaten Nabelschnurblutbanken. Neben der Vita 34 mit vier Anwendungen (drei autolog) haben allein die Cord Blood Registry 99 Anwendungen (52 autolog) und Viacord 38 Anwendungen (drei autolog). Zum Argument, keine „unrealistische Erwartungen“ bei den Eltern zu erzeugen, ist Folgendes anzumerken. Die TU München hat in Zusammenarbeit mit der Vita 34 die Zulassung für eine Studie zur Behandlung von frisch manifestiertem, juvenilem Diabetes mit autologem Nabelschnurblut erhalten. Diese Studie ist Teil einer internationalen Untersuchung in Deutschland und den USA. Bisher veröffentlichte Ergebnisse aus den USA ergaben, dass die autologe Nabelschnurblutinfusion zu einer Senkung des HbA1c-Wertes von 8,04 auf sieben Prozent und zu einem verringerten Insulinbedarf – verglichen mit einer Kontrollgruppe – führte. Voraussetzung für die Studienteilnahme sowohl in den USA als auch in Deutschland ist, dass die Patienten autologes Nabelschnurblut vorliegen haben. Hier wussten die Eltern zur Geburt weder, dass ihr Kind an Diabetes erkranken, noch dass eines Tages eine Therapieoption mit autologem Nabelschnurblut existieren könnte . . .
Literatur beim Verfasser
Dr. med. Eberhard Lampeter,
Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Leiter von Vita 34, Deutscher Platz 5 a, 04299 Leipzig
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