ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2009Off-label-Gebrauch von Arzneimitteln im Kindes- und Jugendalter – Eine Verordnungsanalyse in Deutschland: Schlusswort

MEDIZIN: Diskussion

Off-label-Gebrauch von Arzneimitteln im Kindes- und Jugendalter – Eine Verordnungsanalyse in Deutschland: Schlusswort

Off-Label Use of Prescription Drugs in Childhood and Adolescence—an Analysis of Prescription Patterns in Germany: In reply

Dtsch Arztebl Int 2009; 106(12): 210; DOI: 10.3238/arztebl.2009.0210b

Mühlbauer, Bernd

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LNSLNS Dem Plädoyer von Herrn Kollege Helwig ist zuzustimmen: Ohne Daten aus guten kontrollierten Studien gibt es keine verlässliche Information zu Nutzen und Risiko eines Arzneimittels in seiner Zielpopulation. Lange wurde es von nahezu allen Beteiligten wie Zulassungsbehörden, pharmazeutischen Unternehmen, aber auch Kinderärzten und Eltern kranker Kinder mit den unterschiedlichsten Entschuldigungen versäumt, gute Studienprojekte zu forden, durchzuführen oder zu unterstützen. Dass gute klinische Forschung weit weniger kosten muss, als es immer wieder kolportiert wird, zeigen aktuelle, von der der HEXAL-Initiative Kinderarzneimittel geförderte Studienprojekte in der Pädiatrie (1).

Wie im Artikel (2) bereits erwähnt, ist 2007 innerhalb der Europäischen Union eine neue Verordnung (Regulation [EC] No 1901/2006) in Kraft getreten (www.emea.europa.eu/htms/human/paediatrics/introduction.htm), deren Bestandteile die klinische Forschung im Kindesalter aktiv fördern sollen. Es bleibt zu hoffen, dass die vorgesehenen oder bereits eingeführten Instrumente und Maßnahmen nicht zu schwerfällig strukturiert sind, damit nicht noch Jahre vergehen, bis auch in der Pädiatrie eine Datenlage zur Arzneimitteltherapie existiert, wie sie für die meisten Indikationen in der Erwachsenenmedizin längst als selbstverständlich gilt. DOI: 10.3238/arztebl.2009.0210b

Prof. Dr. med. Bernd Mühlbauer
Institut für Pharmakologie, Klinikum Bremen Mitte gGmbH
Sankt-Jürgen-Straße 1
28177 Bremen
E-Mail: muehlbauer@pharmakologie-bremen.de

Interessenkonflikt
Prof. Mühlbauer unterhält institutionelle Forschungskooperationen mit den Firmen Bayer Vital, Janssen Cilag, Pfizer AG. Außerdem erhält er Projektförderung von der Stiftung Arzneimittelsicherheit, Förderung durch DFG und BMBF, und er führt institutionelle Kooperationsprojekte durch mit dem AOK-BV und der KV Bremen.
1.
Uhlig U, Pfeil N, Gelbrich G, Spranger C, Syrbe S, Huegle B, Teichmann T, Kapellen, Houben T, Kiess W, Uhlig HH: Dimenhydrinat bei Kindern mit Enteritis und Erbrechen – eine prospektive randomisierte plazebokontrollierte Studie (Abstract) www.stgkjm.de/Tagungen/ 2008/Abstracts/v25.jsp
2.
Mühlbauer B, Janhsen K, Pichler J, Schoettler P: Off-Label Use of Prescription Drugs in Childhood and Adolescence—an Analysis of Prescription Patterns in Germany [Off-label-Gebrauch von Arzneimitteln im Kindes- und Jugendalter: Eine Verordnungsanalyse in Deutschland]. Dtsch Arztebl Int 2009; 106(3): 25–31. VOLLTEXT
1. Uhlig U, Pfeil N, Gelbrich G, Spranger C, Syrbe S, Huegle B, Teichmann T, Kapellen, Houben T, Kiess W, Uhlig HH: Dimenhydrinat bei Kindern mit Enteritis und Erbrechen – eine prospektive randomisierte plazebokontrollierte Studie (Abstract) www.stgkjm.de/Tagungen/ 2008/Abstracts/v25.jsp
2. Mühlbauer B, Janhsen K, Pichler J, Schoettler P: Off-Label Use of Prescription Drugs in Childhood and Adolescence—an Analysis of Prescription Patterns in Germany [Off-label-Gebrauch von Arzneimitteln im Kindes- und Jugendalter: Eine Verordnungsanalyse in Deutschland]. Dtsch Arztebl Int 2009; 106(3): 25–31. VOLLTEXT

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