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Rückenschmerzen: KV Berlin startet neues Behandlungskonzept

Dtsch Arztebl 2009; 106(12): A-533 / B-457 / C-441

Rabbata, Samir

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Schmerzen gezielt behandeln: Damit sollen Klinikaufenthalte und Arzneimittelausgaben vermieden werden. Foto: Photothek
Schmerzen gezielt behandeln: Damit sollen Klinikaufenthalte und Arzneimittelausgaben vermieden werden. Foto: Photothek
Patienten mit Rückenschmerzen sollen in Berlin künftig besser versorgt werden. Hierfür hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin ein fach- und sektorenübergreifendes Behandlungskonzept für Patienten mit Schmerzen im Lendenwirbelbereich entwickelt, das die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) ihren Versicherten anbietet.

„Das Besondere an diesem Konzept ist der fach- und sektorenübergreifende Charakter“, sagte Dr. med. Angelika Prehn, Vorstandsvorsitzende der KV Berlin, bei der Vorstellung des Projektes. In die Behandlung seien nicht nur Ärzte verschiedener Fachrichtungen, sondern auch Psychologische Psychotherapeuten, Physiotherapeuten und Kliniken eingebunden. Bei der Vereinbarung zwischen der KV und der KKH handelt es sich um einen Vertrag nach § 73 c SGB V. Kliniken und Physiotherapeuten werden über einen Vertrag zur integrierten Versorgung nach § 140 a SGB V mit einbezogen.

Patienten, die sich beim Haus- oder Facharzt in das Programm einschreiben, nehmen an einem Screening teil. Handelt es sich um akute Schmerzen im Lendenwirbelbereich und können Erkrankungen wie ein Bandscheibenvorfall oder psychische Ursachen ausgeschlossen werden, beginnt die strukturierte Behandlung. Bestehen nach maximal sechs Wochen weiterhin Schmerzen, wird in einer Fallkonferenz geklärt, ob beispielsweise eine Rehamaßnahme erforderlich ist. Ärzte, die an dem Vertrag teilnehmen, erhalten neben der regulären Vergütung ein zusätzliches Honorar von bis zu 80 Euro je Fall. SR
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