ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2009Mitteilungen: Entwurf der Nationalen VersorgungsLeitlinie Asthma

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Mitteilungen: Entwurf der Nationalen VersorgungsLeitlinie Asthma

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LNSLNS (2. Auflage) zur Kommentierung im Internet
Evidenzbasierte Leitlinien beruhen auf dem aktuellen Stand des Wissens. Jährlich bringt eine Vielzahl von Studien neue Erkenntnisse. Leitlinien müssen daher regelmäßig aktualisiert werden. Nationale VersorgungsLeitlinien (NVL) werden spätestens alle vier Jahre gründlich überarbeitet, so auch die im Jahr 2006 erstmals veröffentlichte NVL Asthma. Die aktualisierte Version der NVL Asthma steht in einer Konsultationsfassung ab jetzt für einen Zeitraum von drei Monaten im Internet unter der Adresse www.asthma.versorgungsleitlinien.de zur Diskussion. Alle interessierten Personen aus medizinischen Fachkreisen und der Selbsthilfe haben die Möglichkeit, die Konsultationsfassung der 2. Auflage der NVL Asthma zu kommentieren und Anregungen zu geben.

Zur Kommentierung kann das Kontaktformular unter www.versorgungsleitlinien.de/kontakt/index_html verwendet werden. Anregungen und Rückmeldungen können aber auch direkt per E-Mail an versorgungsleitlinien@azq.de geschickt werden.

Was hat sich geändert?
Gegenüber der ersten Ausgabe der NVL Asthma hat es eine Reihe von Änderungen und Neuerungen gegeben. So wird jetzt auf die Kontrolle der Erkrankung ein größeres Gewicht gelegt, das Stufenschema der Behandlung wurde erweitert und ein Kapitel zum berufsbedingten Asthma ergänzt. Klinische Algorithmen visualisieren medizinische Entscheidungsprozesse, unterstützt durch sprachlich überarbeitete, eindeutige Empfehlungen. Als ein neuer Bestandteil der NVL wurden Angaben zu den Kosten der Behandlung aufgenommen. Auch der Kreis der mitwirkenden Autoren hat sich gegenüber der ersten Ausgabe stark erweitert. Waren dort sechs Fachgesellschaften und Vertreter der Selbsthilfe beteiligt, konnten jetzt neun weitere Fachgesellschaften und Organisationen zur Mitarbeit gewonnen werden. Neu ist auch die direkte Mitwirkung nicht ärztlicher Berufsgruppen wie Apotheker und Physiotherapeuten.

Hintergrund
Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien steht unter der Trägerschaft von Bundes­ärzte­kammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Zu ausgewählten Krankheitsbildern arbeiten Experten verschiedener Organisationen zusammen, um im Rahmen der strukturierten Versorgung chronisch kranker Menschen die angemessene und evidenzbasierte ärztliche Versorgung darzustellen. An der Erstellung der NVL Asthma 2. Auflage haben folgende Organisationen mitgewirkt: Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft, Deutsche Atemwegsliga, Deutsche Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie, Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin, Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin, Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, Deutsche Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Deutsche Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaft, Deutscher Allergie- und Asthmabund unter Beteiligung von Arznei­mittel­kommission der Deutschen Apotheker, Deutscher Verband für Physiotherapie, Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin, Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie.

Rückfragen zur Konsultationsfassung der 2. Auflage NVL Asthma: Liat Fishman, Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin, Wegelystraße 3/Herbert-Lewin-Platz, 10623 Berlin, Telefon: 0 30/40 05-25 01, Fax: 0 30/40 05-25 55, E-Mail: fishman@azq.de
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