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Herrn Lehmkuhl sei Dank für diesen Artikel, der überfällig war und uns einen Spiegel vor das Gesicht hält, in den wir nur selten hineinschauen, sonst gäbe es nicht, was es nicht geben darf: den massiven Einfluss der Pharmaindustrie auf unsere „Fortbildung“ durch pharmagesponserte Kongresse, Informationstransfer durch Arzneimittelvertreter und ein Füllhorn von Geschenken an uns Ärzte durch die Pharmaindustrie auf unterschiedliche Weise. Allmählich kommt Licht ins Dunkel: Berichte über Pharmaforschung der Industrie, die uns offenbaren, wie Studienergebnisse zum Wohl des Umsatzes und Gewinns manipuliert werden, indem z. B. nur genehme Studienergebnisse veröffentlicht werden und die anderen in der Schublade verschwinden. So wundert es daher auch nicht mehr, dass bis zu 94 Prozent der Informationen von Pharmavertretern verzerrt oder falsch sind. Dieser angesprochene Zustand ist so ungeheuerlich, dass er eine Ohrfeige für den gesamten Berufsstand darstellt. Deshalb sind Wege aus dem Dilemma zwingend geboten, und die Zeit scheint günstig für Veränderungen. Forderungen nach Offenlegung von Zahlungen der Pharmaindustrie an Ärzte sollten von uns häufiger und lauter vorgebracht werden. Zahlungen der Pharmaindustrie an Ärzte auf der Website zu veröffentlichen, wie von Pfizer ab 2010 selbstverpflichtend angeboten wird, muss zur Pflicht werden. Weitere Pharmaunternehmen wollen jetzt ebenso verfahren wie Pfizer, als da sind Eli Lilly, Merck, Cephalon, Glaxosmithkline, Med-Tronik. Ebenso gilt es, gesetzliche Veränderungen zu erreichen, welche die Offenlegung aller Studien und deren Ergebnisse erzwingen. Pharmaindustrieunabhängige Fortbildung durch Kongresse und andere Veranstaltungen ist unabdingbar zu organisieren. Ansätze zeigt die KV Bayerns. Warum fehlt es den anderen an Mut, oder ist es nur Bequemlichkeit? . . .
Dr. Jürgen Fegeler, Bruchsaler Straße 13, 10715 Berlin
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