ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2009Mammakarzinom: Nicht die Ersten
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Mit Interesse habe ich Ihren oben genannten Artikel gelesen. Hier haben offensichtlich die Gynäkologen Dr. Darius Dian, Leitender Oberarzt, und Prof. Dr. Klaus Friese, Direktor der Klinik für Geburtshilfe und Frauenheilkunde der LMU München, vollbracht, was bisher nach eigenen Angaben und nach den Recherchen des DÄ weltweit noch keinem anderen gelungen ist: die Wiederherstellung einer Brust nach tumorbedingter Entfernung durch Verwendung von autologem Gewebe aus der kontralateralen Brust. In diesem Zusammenhang möchte ich Sie auf eine Publikation aus dem Fachgebiet der Plastischen Chirurgie von 2001 hinweisen: Schoeller T, Bauer T, Haug M, Otto A, Wechselberger G, Piza-Katzer H: A new contralateral split-breast flap for breast reconstruction and its salvage after complication: an alternative for select patients. Ann Plast Surg. 2001 Oct; 47(4): 442–5. Nach unserer Erfahrung stellt diese Technik eine elegante Möglichkeit zur Brustrekonstruktion dar! Leider jedoch bleibt sie aufgrund ihrer begrenzten Anwendbarkeit wenigen Frauen vorbehalten und wird den heutigen Golden Standard (perforatorbasierten Verfahren) der rekonstruktiven Brustchirurgie nicht ersetzen können. Die oben zitierte Arbeit ist PubMed gelistet, und es erstaunt doch sehr, wie im heutigen Zeitalter der geradezu unbegrenzten internetbasierten Recherchemöglichkeiten so etwas übersehen werden kann . . .
Dr. med. Martin Haug, Universitätsklinik für
Wiederherstellungschirurgie, Universitätsspital
Basel, Spitalstraße 21, CH-4031 Basel
Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Stellenangebote