ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2009Tinnitus: Alte und neue Konzepte

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Tinnitus: Alte und neue Konzepte

Herberhold, Cornelia

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Gerhard Hesse: Tinnitus. Thieme, Stuttgart, New York 2008, 239 Seiten, gebunden, 79,95 Euro
Gerhard Hesse: Tinnitus. Thieme, Stuttgart, New York 2008, 239 Seiten, gebunden, 79,95 Euro
Tinnitus ist für viele Ärzte ein Reizwort und Synonym für anstrengende Patienten und unzulängliche Behandlungsmöglichkeiten. Mit jedem nicht eingelösten Heilsversprechen wird der Tinnituspatient frustrierter und zugleich hilfloser – häufig der Beginn einer Odyssee von Spezialist zu Spezialist. Der Autor, Leiter einer Tinnitusklinik in Bad Arolsen mit 20-jähriger Erfahrung in der stationären und ambulanten Behandlung des Tinnitus, bewertet in seinem Fachbuch alte und neue Therapiekonzepte.

Das Buch zeigt, wie sich eine moderne Behandlung zwischen zwei Polen bewegt: Einerseits ist die Hörfähigkeit Grundbedingung für die Tinnitushabituation, andererseits liegt der Schwerpunkt auf der psychischen Stabilisierung. Der Autor hat zum Thema weitere anerkannte Experten aus der Tinnitustherapie gewinnen können, wie Gerhard Goebel von der Medizinisch-Psychosomatischen Klinik Roseneck, der die psychologische Testdiagnostik ausführlich darstellt. Denn während Akustiker und Hörtherapeuten als Partner im Team eine schon seit Jahrzehnten auf der strukturellen Ebene geklärte Arbeitsstruktur etabliert haben, ist die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Psychotherapeuten eher ungeklärt und häufig mit Vorurteilen verbunden.

Insgesamt fehlt nichts in diesem Buch: Aktuelle Pharmastudien werden kritisch gewertet, Tinnitus bei Kindern, Begutachtung, Leitlinien, gentherapeutische Behandlungsperspektiven, und nicht zuletzt wird die Bedeutung der Selbsthilfe gewürdigt. Cornelia Herberhold
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