ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2009KV Berlin: 150.000 Einsätze

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KV Berlin: 150.000 Einsätze

Hibbeler, Birgit

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LNSLNS Der ärztliche Bereitschaftsdienst in Berlin war im vergangenen Jahr mehr als 150.000 Mal im Einsatz. Das hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin mitgeteilt. Die meisten dringenden Hausbesuche hätten in den Abend- und Nachtstunden sowie an den Wochenenden und Feiertagen stattgefunden. Stärkster Monat sei der Dezember mit mehr als 17 000 Hausbesuchen gewesen. Zu den häufigsten Beschwerden der Patienten gehörten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, grippale Infekte, Magen-Darm-Beschwerden sowie Erkrankungen der Atemwegsorgane.

„Unsere Bereitschaftsdienstärzte sind jeden Tag rund um die Uhr für die Berliner im Einsatz“, sagte Angelika Prehn, KV-Vorstandsvorsitzende. Unter der Telefonnummer 31 00 31 könnten Patienten mit starken Beschwerden Tag und Nacht einen Hausbesuch anfordern. Dies sei bundesweit einmalig. Durch die vom Gesetzgeber neu geschaffene Möglichkeit für Krankenkassen, Vollversorgungsverträge außerhalb des kassenärztlichen Systems einzuführen, sei dieses umfassende Angebot jedoch gefährdet, kritisierte Prehn. Sollte es zu solchen Vertragsabschlüssen in Berlin kommen, könnte der Bereitschaftsdienst nicht mehr allen gesetzlich Krankenversicherten zur Verfügung stehen.

Am fahrenden ärztlichen Bereitschaftsdienst nehmen nach Angaben der KV rund 350 Berliner Vertragsärzte regelmäßig teil. BH
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