ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2009Krankenhaushygiene: BÄK fordert mehr Personal und Geld für Infektionsprophylaxe

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Krankenhaushygiene: BÄK fordert mehr Personal und Geld für Infektionsprophylaxe

Rabbata, Samir

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Methicillin-resistente Staphylokokken sind gefürchtete Erreger nosokomialer Infektionen. Foto: CDC
Methicillin-resistente Staphylokokken sind gefürchtete Erreger nosokomialer Infektionen. Foto: CDC
Um Infektionsrisiken im Krankenhaus einzudämmen, fordert die Bundesärztekammer (BÄK) eine bessere personelle und finanzielle Ausstattung der Kliniken. „Untersuchungen belegen, dass ein direkter Zusammenhang zwischen der Personalbesetzung in den Krankenhäusern und Krankenhausinfektionen besteht“, sagte BÄK-Präsident Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe bei einer Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestages.

Anlass der Beratung war ein Antrag der Fraktion Die Linke. Sie fordert die Bundesregierung darin auf, verstärkt Präventionsmaßnahmen gegen Krankenhausinfektionen zu ergreifen. Den Schwerpunkt sieht die Fraktion dabei im Kampf gegen den Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA).

Die Arbeitsbelastung, der damit verbundene Zeitmangel und die Dokumentationspflichten von Ärzten und anderem medizinischen Personal führten dazu, dass viele Beschäftigte Widerstände gegen Maßnahmen zur Infektionsprävention aufbauten. Dies zeige der Empfehlungsentwurf der Krankenhaushygiene-Kommission des Robert-Koch-Instituts, so Hoppe.

Als besonders vorbildlich in der Vermeidung von Krankenhausinfektionen gelten die Niederlande, wo nach Auskunft des Einzelsachverständigen und Hygienexperten, Prof. Dr. Hajo Grundmann, MRSA nur ein Prozent aller Infektionen mit Typen von Staphyloccucus ausmache. SR
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