ArchivDeutsches Ärzteblatt20/1997Pamidronat bei ossär metastasierendem Mammakarzinom

MEDIZIN: Referiert

Pamidronat bei ossär metastasierendem Mammakarzinom

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LNSLNS Biphosphonate wie Pamidronat hemmen die bei ossär metastasierenden Tumoren auftretende Osteoklasten-induzierte Knochenresorption. Eine prospektive amerikanische Multizenterstudie untersuchte den Einfluß von Pamidronat in monatlichen Gaben über ein Jahr als adjuvante Therapie bei Patientinnen mit Mammakarzinom und Knochenmetastasen. 380 Patientinnen wurden randomisiert und erhielten 90 mg Pamidronat über zwei Stunden intravenös (n = 185), die Kontrollgruppe erhielt Plazeboinfusionen (n = 195). Studienendpunkte waren pathologische Frakturen, die Notwendigkeit von Bestrahlungen oder Operationen der Knochen, operative Dekompressionen des Rückenmarks sowie eine behandlungsbedürftige Hyperkalzämie. Des weiteren wurden Knochenschmerzen, Analgetikaverbrauch, physische Aktivität und Lebensqualität untersucht.
Bei den mit Pamidronat behandelten Patientinnen trat die erste skeletale Komplikation signifikant später auf als in der Plazebogruppe (13,1 Monate versus 7,0 Monate), auch die absolute Zahl der Komplikationen lag mit 43 Prozent versus 56 Prozent niedriger. Ebenso schnitten die behandelten Patientinnen in bezug auf Knochenschmerzen und physische Aktivität besser ab. Die Medikation selbst wurde gut toleriert.
Die Autoren halten daher das Biphosphonat Pamidronat als adjuvante Therapie zur Chemotherapie bei ossär metastasierendem Mammakarzinom für geeignet, Komplikationen am Skelettsystem zu verhindern oder zu verzögern. acc


Hortobagyi GN et al.: Efficacy of Pamidronate in reducing skeletal complications in patients with breast cancer and lytic bone metastases. N Engl J Med 1996; 335: 1785-1791.
Dr. Hortobagyi, Dep. of Breast Medical Oncology, University of Texas, M. D. Anderson Cancer Center, 1515 Holcombe Blvd., Houston, TX 77030, USA.

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