ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2009Umweltzonen: Nicht in Nürnberg
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
In dem oben genannten Beitrag über Umweltzonen führen Sie unter anderem auch die Stadt Nürnberg in der Liste der Städte auf, die 2009 eine Umweltzone eingeführt haben. Diese Information trifft nicht zu. Wir haben die Einführung einer Umweltzone ausgesetzt, da wir andere Maßnahmen zur Reduzierung der Luftschadstoffbelastung für wirksamer halten. Weiterhin erscheint uns die starke Fokussierung des Artikels auf den Feinstaub unzureichend. Bei Erörterung der Luftgüteverhältnisse ist das gesamte Spektrum der mit Grenzwertregelungen versehenen Schadstoffe im Blick zu behalten. Unter den in Deutschland gegebenen Rahmenbedingungen bedeutet dies, dass eine eingehende Bewertung der Sachlage zumindest für Feinstaub, Stickstoffdioxyd und Ozon erforderlich ist. In Nürnberg sind bisher die heute gültigen Grenzwertregelungen für Feinstaub stets eingehalten worden, wohingegen punktuell Überschreitungen des für Stickstoffdioxyd gültigen Jahresmittelwerts festgestellt wurden. Ebenso traten in den Außenbereichen Überschreitungen des sogenannten am Schutz der Vegetation orientierten AOT-Werts der Ozonkonzentration auf. Eine wesentliche Verbesserung der Luftgüteverhältnisse wird sich nur durch erhebliche Einschränkungen der Emissionen erreichen lassen, z. B. durch eine Reduzierung des Individualverkehrs, Steigerung des Anteils emissionsfreier Mobilität und rasche Modernisierung der Fahrzeugflotte hin zu verbrauchs- und emissionsarmen Fahrzeugen.
Dr. Peter Pluschke, Stadt Nürnberg, Umweltreferat, Hauptmarkt 18, 90403 Nürnberg
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige