ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2009Pharmakologie: Solides Grundwissen

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Pharmakologie: Solides Grundwissen

Golly, Ines

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Thomas Herdegen: Kurzlehrbuch Pharmakologie und Toxikologie. Thieme, Stuttgart, New York 2008, 576 Seiten, kartoniert, 34,95 Euro
Thomas Herdegen: Kurzlehrbuch Pharmakologie und Toxikologie. Thieme, Stuttgart, New York 2008, 576 Seiten, kartoniert, 34,95 Euro
Das Autorenkollektiv, das sich aus dem Kieler Institut für Pharmakologie rekrutiert, vermittelt Studierenden aus den Bereichen Medizin und Pharmazie mit ihrem Kurzlehrbuch Grundkenntnisse über die Arzneimittelwirkungen sowie über deren unerwünschte Wirkungen und Wechselwirkungen. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf der Pharmakotherapie, die in den pathophysiologischen Zusammenhang des Krankheitsgeschehens eingebettet wird, um dem Leser die pharmakologische Wirkung sowie die klinische Anwendung des Arzneimittels verständlich zu machen. Dabei wird zur Einstimmung auf das jeweilige Spezialkapitel ein klinischer Fall vorgestellt.

Die Inhalte der einzelnen Kapitel sind neben dem normalen Fließtext durchgehend strukturiert in Key Points, Merksätze, Praxistipps, die sich farblich vom übrigen Text absetzen. Die Vermittlung eines „soliden Grundwissens“ wird kombiniert mit den sogenannten Exkursen; dies sind kurze Abschnitte, in denen das Lehrbuch mit Therapiestrategien und aktuellen weiterführenden Informationen zu einem Wirkstoff beziehungsweise einer Wirkstoffgruppe angereichert wird. Gut gelöst ist immer wieder die Aufhebung der Zweispaltigkeit des Buches, sofern es die Übersichtlichkeit der vorhandenen Tabellen oder Abbildungen erfordert. Voll im Trend ist das auf Studierende zugeschnittene Angebot der weiterführenden Informationen, und zwar ausschließlich in der Form von Internetadressen.

Obwohl der Begriff im Index aufgeführt ist, wird das Thema Pharmakovigilanz äußerst überschaubar abgehandelt. Auffallend ist der Stellenwert der Vitamine, denen ein eigenes Kapitel gewidmet ist, wohingegen den Spurenelementen diese inhaltliche Beachtung nicht zukommt. Erwähnenswert ist das ausführliche Kapitel 31, das die sogenannte individualisierte Arzneimitteltherapie im Rahmen von Dosisanpassung und Pharmakogenetik beschreibt. Trotz aller Kürze ist ein Anhang mit den wichtigsten Interaktionen, embryotoxischen Arzneimitteln, nationalen Giftnotrufzentralen und einem ausführlichen Sachverzeichnis vorhanden. Ines Golly
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