ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2009Darmkrebs: Vorsorge kann Tausende Karzinome verhindern

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Darmkrebs: Vorsorge kann Tausende Karzinome verhindern

Siegmund-Schultze, Nicola

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Mit einer Koloskopie lassen sich Adenome frühzeitig erkennen.Foto: Laif
Mit einer Koloskopie lassen sich Adenome frühzeitig erkennen.
Foto: Laif
Nach der flächendeckenden Einführung der Koloskopie in das gesetzliche Krebs­früh­er­kennungs­pro­gramm im Jahr 2002 gibt es jetzt eine erste evidenzbasierte Auswertung vom Team um den Epidemiologen Prof. Dr. med. Hermann Brenner, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg. Danach lassen sich durch die Teilnahme am Screening bis Ende 2010 circa 15 000 kolorektale Karzinome verhindern – geschätzt für den Achtjahreszeitraum ab 2003 (European Journal of Cancer, DOI:10.1016/j.ejca.2009.02.017). Dies sei eine erste Berechnung, die auch Entscheidungsgrundlage für eine evidenzbasierte Bewertung des Programms werden könne, so die Autoren. Darüber hinaus sei es auch für die Teilnehmer selbst wichtig zu wissen, mit welchem Nutzen zu rechnen sei.

Die Forscher werteten alle 1,8 Millionen Koloskopien aus, die bisher im Rahmen des Programms gemacht wurden. Als Berechnungsgrundlage diente die Anzahl der entdeckten und entfernten Adenome, aus denen sich mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Malignom entwickelt. Berücksichtigt werden in solchen Berechnungen aber auch weitere Faktoren wie der Anteil der Screeningteilnehmer, die an anderen Ursachen sterben, bevor eine Krebserkrankung auftritt. In den Altersgruppen zwischen 55 und 59 Jahren, 60 und 64 Jahren und 65 bis 69 Jahren erwarten die Forscher eine Reduktion der Erkrankungen um 13, 19 und 14 Prozent bei den Frauen und um elf, 15 und zwölf Prozent bei den Männern. nsi
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