ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2009Private Kran­ken­ver­siche­rung: Weniger Neukunden seit der Gesundheitsreform

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Private Kran­ken­ver­siche­rung: Weniger Neukunden seit der Gesundheitsreform

Dtsch Arztebl 2009; 106(15): A-687 / B-587 / C-571

Flintrop, Jens

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LNSLNS Immer weniger Menschen wechseln von der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) in die private Kran­ken­ver­siche­rung (PKV). Der Nettozugang in der Krankheitskostenvollversicherung belief sich im Jahr 2008 auf 48 900 Personen – ein Minus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr und sogar ein Minus von 58 Prozent gegenüber 2006. Darüber hinaus zählten die PKV-Unternehmen 20 900 neue Kunden, die bislang nicht gegen das Risiko Krankheit versichert waren, jetzt aber der neuen Versicherungspflicht nachgekommen sind.

Der PKV-Verband führt den Rückgang der Neukunden auf die Gesundheitsreform im Jahr 2007 zurück. Der Wechsel von der GKV in die PKV ist seitdem nur noch möglich, wenn das Jahresarbeitsentgelt in drei aufeinanderfolgenden Jahren die Jahresarbeitsentgeltgrenze überstiegen hat. Durch ihre Eingriffe habe die Politik den Zugang zum Markt systematisch erschwert, kritisierte der Vorsitzende des PKV-Verbandes, Reinhold Schulte.

Insgesamt waren zum Jahresende 2008 in der PKV 8,62 Millionen Menschen vollversichert, 69 800 mehr als im Vorjahr. Hinzu kommen 20,95 Millionen Zusatzversicherungen, 942 100 mehr als 2007. JF
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