ArchivDeutsches Ärzteblatt PP4/2009Erwachsene und Kinder: Kontakt mindert Altersdepression

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Erwachsene und Kinder: Kontakt mindert Altersdepression

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LNSLNS Wissenschaftlerinnen aus Wien und Bamberg haben untersucht, wie sich der Kontakt zu den erwachsenen Kindern auf das Wohlbefinden älterer Eltern auswirkt. Sie werteten die Daten einer europäischen Langzeitstudie aus, an der circa 15 500 Personen über 60 Jahre teilgenommen hatten, und kamen zu folgenden Ergebnissen: Kinderlose Männer litten im Alter häufiger unter Depressionen als Väter. Die Kinderzahl hatte hingegen keine Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von älteren Frauen. Häufige und regelmäßige Telefonate, Besuche und andere Kontakte zwischen Eltern und Kindern wirkten sich positiv auf das Wohlbefinden der älteren Generation aus, allerdings nur, wenn sie mindestens einmal wöchentlich stattfanden. Dabei spielte es keine Rolle, wie weit die Kinder von den Eltern entfernt wohnten. Beim Vergleich verschiedener Länder zeigte sich, dass Mütter in Schweden und Dänemark weniger, Mütter in Österreich, Deutschland, Frankreich und in einigen anderen, europäischen Ländern hingegen stärker darunter litten, wenn sie nur selten Kontakt zu ihren Kindern hatten. Noch wirksamer gegen depressive Verstimmungen als der Kontakt zu den Kindern erwies sich jedoch der Familienstand: Ältere Menschen, die mit ihrem Partner lebten, litten mit Abstand am wenigsten unter Depressionen. ms

Buber I, Engelhardt H: Children’s impact on the mental health of their older mothers and fathers: Findings from the Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe. European Journal of Ageing 2008; 5(1): 31–45.
Isabella Buber-Ennser, Vienna Institute of Demography, Austrian Academy of Sciences, Wohllebengasse 12–14, A-1040 Wien, E-Mail: Isabel la.buber@oeaw.ac.at
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