ArchivDeutsches Ärzteblatt PP4/2009Kultusministerkonferenz: In Zukunft weniger Sport in Grundschulen

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Kultusministerkonferenz: In Zukunft weniger Sport in Grundschulen

Wu

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Prävention durch Sport: Dieses Anliegen könnte in Grundschulen bald zu kurz kommen. Foto: ddp
Prävention durch Sport: Dieses Anliegen könnte in Grundschulen bald zu kurz kommen. Foto: ddp
„Die Zusammenlegung der Fächer Sport, Musik und Kunst in der Grundschullehrerausbildung vernachlässigt die Bedeutung von Sport in der Grundschule“, kritisieren die Gesellschaft für Pädiatrische Sportmedizin (GPS) und die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP). Die Kultusministerkonferenz der Länder hatte im Herbst 2008 beschlossen, die Fächer zu „Ästhetischer Bildung – Kunst, Musik, Bewegung“ zusammenzufassen. Da die praktische Umsetzung im Studium laut Beschluss in nur einem der drei Teilbereiche notwendig ist, sehen die GPS und die DGSP die sportliche Ausbildung der Lehrer gefährdet.

Prof. Dr. Hermann Saterdag, Regierungsbeauftragter für die Reform von Lehrerinnen- und Lehrerbildung, äußerte dazu, dass die sogenannten Fachprofile ein ganzheitliches Unterrichten ermöglichen sollen und daher eine breite Grundqualifikation voraussetzten. Ergänzend solle das Fachlehrerprinzip greifen.

Prof. Dr. med. Helge Hebestreit, Vorsitzender der GPS, erklärte, dass es zwar Fachlehrer für Sport in Grundschulen gebe, allerdings nur wenige. Die „normalen“ Lehrer müssten den Bereich Bewegung und Sport zu einem großen Teil mit abdecken. DGSP-Präsident Prof. Dr. med. Herbert Löllgen wies auf die möglichen Folgen hin: „Unsere Kinder werden immer dicker und kränker. Das wird den Staat in zehn, 20 Jahren viele Milliarden kosten. Mit einem einfachen, aber guten Schulsportprogramm könnte man gegensteuern.“ WU
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